
Am 09.10.2008 wurde die Fotokunstausstellung in Fürth, Hirschenstraße eröffnet. Sechs Fotokünstler - sechs spannende Einblicke in unterschiedliche künstlerische Konzepte. „Gegenwelten“ lautet das Motto der Fotokunstausstellung. Die Galeristin Ellen Haselmayer „kleines Atelier“ und Rita Feldmann der Internetgalerie artnori eröffneten zusammen mit dem Kunsthistoriker Lars Herrmann die erste Fotokunstausstellung in Fürth.
Fotokünstler: Falk Bayerl (Frankfurt), Günter Derleth (Fürth), Jürgen Lechner (Eckental), Herbert Liedel, Ralf Kunstmann und Rudi Wambach aus Nürnberg.
6 Künstler zeigen mit insgesamt 40 Kunstwerken ihre zeitgenössischen Fotografien von der ältesten Technik, der Camera obscura, bis zu Computer gesteuerten Kompositionen mit oft hintergründiger Symbolkraft. Die beiden Künstler Norbert Marten (Bildhauer) aus Westerstede bei Oldenburg setzt mit 6 Bronzeskulpturen und Alexander von Prümmer 4 Betonguss –Objekte einen Kontrapunkt bei der Fotokunstkunstausstellung „Gegenwelten“ in Fürth.
Weitere Informationen in den Fürther Nachrichten vom 11.10.2008 unter:
 http://www.fuerther-nachrichten.de/artikel.asp?art=897703&kat=50
Ein fachkundiges Publikum aus München, Nürnberg, Würzburg und Bamberg waren begeistert von der Ausstellung "Gegenwelten" in Fürth.
 
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Fotokünstler: Ralf Kunstmann, Jürgen Lechner und Günter Derleth









Fachgespräche mit Herbert Liedel
Kommentare
Gegenwelten - mehr als 700 Besucher
Der Run auf die Künstler- und Galerietage in Fürth ist ungebrochen. Mit mehr als 700 kunstinteressierte Besucher verzeichnete die Internetgalerie artnori und die Galerie „kleines atelier“ in der Hirschenstraße in Fürth zwei starke Besuchertage.
Höhepunkte bei den dortigen Kunsttagen war die Ausstellung „Gegenwelten“ unter anderen die phantastischen Zeichnungen von Lars Herrmann, die Fotografien von Jürgen Lechner, Günter Derleth (Camera obscura), Herbert Liedel, Rudi Wambach, Falk Bayerl und Ralf Kunstmann.
Weitere hochwertige Kontrastpunkte setzten in der Ausstellung „Gegenwelten“ der Bildhauer Norbert Marten mit seinen filigranen Bronzeskulpturen und Alexander von Prümmer mit seinen Betonguss –Objekten.
Die Ausstellung ist noch bis zum 17.11.2008 in Fürth, Hirschenstraße 29/31 zu sehen.
Gegenwelten
Viel deutlicher kann man keine Kunstausstellung zu den katastrophalen Weltereignissen in der Finanzwelt gestalten. Hier die kriminelle Energie der Finanzwelt und dort die künstlerische Energie der Kunstwelt. Gemeinsamer Kern der gezeigten Exponate der Malerei, Plastiken und Fotokunst in Fürth ist der künstlerische Gestaltungswille und das künstlerisch erfolgreich gestaltete Werk. Der größere Gegensatz besteht wohl, vielleicht zwangsläufig, zwischen den Kunstwerken und der realen Welt.
Hier die rücksichtslose oft brutale Welt eines Sammelsuriums verschiedener wirtschaftspolitischer Ideen, die uns im Moment um die Ohren fliegen, dort die phantasievolle und gestaltete Welt der Kunstwerke, die in ihren düstersten Äußerungen Katastrophen andeutet und manchmal auch voraussagt.
Die Ausstellung wird dem Thema „Gegenwelten“ in jeder Beziehung gerecht.
Bronzeskulpturen von Norbert Marten
Gegenwelten
Vermutlich ist für viele Künstler die Kunst selbst eine Gegenwelt, nicht um aus der bestehenden Welt die Flucht zu ergreifen, sondern um „in einem Moment“ von ihr zu verweilen.
In der Kunst werden wir keine Tatsachen und Realitäten finden, aber wir finden vielleicht die eigene Wahrheit. Möglicherweise ist dies der wirkliche Ausgangspunkt jener Bedrückung von gleichzeitigem Erkennen und Fremdheit, von Ausbeutung und Beeinträchtigung, die wir immer wieder erfahren müssen.
Ein bedrückendes Gefühl - wir können wahrscheinlich nur für einen kurzen Moment in eine „Gegenwelt“ eintauchen.
Danke TK plus 07 für die Impulse
Fatalerweise ist für viele Künstler und die, die in der Kunst-Welt ausschließlich agieren, die Kunst-Welt die Realität und die „normale Alltagswelt“ eine Gegenwelt, in die man sich zum Erholen einmal „flüchten“ können muss.
Wenn’s denn „da draußen“, in der „Gegen-Gegenwelt, der Alltagswelt der Nicht-Künstler“ auch nicht stimmt, ist schnell der Boden unter den Künstler-Füßen weg.
Man erkennt dann, hoffentlich immer schnell genug, dass man sich selbst und der Welt fremd wird, dass man sich selbst ausbeutet und beeinträchtigt und dadurch von anderen vielleicht etwas erhofft, was sie wahrscheinlich nicht bringen werden oder bringen wollen: Nämlich Ersatzleistungen.
Raus aus dem Alltag heißt daher für uns im Kunstbetrieb häufig auch: Raus aus der Kunst und der damit verbundenen Innenorientierung, dem inneren Kampf um Ausdruck, Technik und Aussage!
Drum sind möglicherweise Künstler in der Alltagswelt häufig so schwierig zu verstehen und das Geschehen der Alltagswelt für Künstler häufig so entrückt. Schön ist's jedoch, wenn ein Dialog gelingt und das Pendeln zwischen den Welten verstehend, respektvoll und freudvoll sein kann.
Danke nochmal für die Impulse zum Denken und Handeln!