„Bad Museum“ - Berlin schlägt Regeln für toxische Kunstwerke vor

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Regeln für toxische Kunstwerke Die Bundesregierung will Museen dabei helfen, ihre toxischen Kunstwerke mit staatlicher Unterstützung in ein neutrales Museum in Berlin auszulagern. Zentrale Voraussetzung ist laut dem Berliner Entwurf, dass die Museen ihre Fehleinkäufe, die massenhaft in den Museumsdepots gestapelt werden, restlos offen legen und die Versteckspiele beenden.

 Die Berliner Kulturbehörde hat letzte Woche Leitlinien vorgegeben, nach denen die Bundesländer Konzepte zur Entlastung der Museen entwickeln können. Dabei empfiehlt die Berlin Behörde, welche Kunstwerke insbesondere Beutegut, Fehlspekulationen und Kunstwerke aus den Jahren 1933 - 1945 entsorgt werden können und wie diese bewertet werden sollen. Das Bundeskulturamt hatte bereits schon im März das Finanzministeramt darauf hingewiesen, nicht nur pleitegefährdete Museen von den riskanten Werken zu befreien, wie es die Länder- und Stadtmuseen ursprünglich wollten, sondern auch die besucherarmen, konzeptlosen Museumsstrukturen und Kulturverwaltungen in den Länderregionen.

Museen in den Metropolstädten Berlin, München, Frankfurt am Main, GNM - Nürnberg und Köln/Düsseldorf ächzen unter einem hohen Bestand toxischer Kunstwerke.

Trotz aller staatlicher Rettungspakete herrsche wegen der toxischen Kunstwerke unter den Museen großes Misstrauen, deshalb komme die Neugestaltung einer neuen, frischen und offenen Museumskultur nicht in Gang, wie uns vertraulich mitgeteilt wurde aus dem Kultur- und Finanzbereich in Berlin. Die Bundesländer müssten die Museen bei der Bereinigung ihrer toxischen Kunstwerke und Bilanzen finanziell unterstützen, wenngleich diese an den Kosten "angemessen" beteiligt werden müssten.

"Probleme mit den biederen Kulturzentren"

"Wenn wir diese Sache nicht schnell angehen, verlängern wir die Krise mit den biederen Kulturzentren in den Städten, die keine nützliche Rolle in der Kulturwelt mehr spielen können", warnte die bayerische Kulturzentrale in München. Faule Kunstwerke auf Basis von Leihgaben der privaten Mäzene sind die Ursache der globalen Kunstkrise. Sie zwingen die Museen zur Anschaffung immer weiterer toxischer Kunstwerke und höheren Abschreibungen und blockieren somit das internationale Milliardengeschäft auf dem Kunstmarkt.

 Berlin versucht, die Risiken für den Steuerzahler etwas zu begrenzen. Zwar ist geplant, die regionalen Kultureinrichtungen in eine bundesrechtliche Kulturholdinganstalt – „Bad Museum“ - anzugliedern; doch ist nicht geplant, dass die Kulturzentren den Museen schwer verkäufliche Kunstwerke zu einem künstlich hohen Preis abnehmen werden.

Die Kulturpleite wird wieder am Ende des Tages dem Steuerzahler mit einem Satirezuschlag angehängt.

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"SoFKin"Sonderfonds Kunstmarktstabilisierung

Bevor jedoch überhaupt an die Einrichtung eines Bad-Museums gedacht werden kann, sollte ein unabhängiger SoFKin (Sonderfonds Kunstmarktstabilisierung) eingerichtet werden.

Dieser sollte mit bis zu 500 Milliarden Euro ausgestattet werden, um angeschlagene Museen finanziell zu unterstützen bzw. um Bürgschaften zu übernehmen. So könnten die Museen – selbstverständlich anonym – ihre toxischen Kunstwerke zum hohen BUCHPREIS refinanzieren und später die Werke oder besser gleich die betreffenden Künstler an das Bad Museum verkaufen. Ob der Steuerzahler auf den vergifteten Werken bzw. Künstlern sitzen bleibt, kann heute noch niemand prognostizieren.

Im Zweifel müsste der SoFKin also der Staat also der Steuerzahler die Künstler und deren Werke solange halten bis sich der Kunstmarkt stabilisiert hat und in der Folge wieder privatisiert werden kann.
Maigrüße Tk plus 07