Berlin - F.C. Gundlach. Das fotografische Werk

Bild von Ikone
20.11.2009 - 00:00
14.03.2010 - 23:59

„Mode ist immer ein Ausdruck von Zeitgeist, vielleicht sogar der beste Indikator“
F.C. Gundlach

Ab November 2009 präsentiert der Martin-Gropius-Bau mit der Ausstellung „F.C. Gundlach. Das fotografische Werk“ die definitive Retrospektive des fotografischen Lebenswerkes eines der bedeutendsten Modefotografen, der von Mitte der 1950er Jahre bis 1990 für die wichtigsten Magazine und Publikationen arbeitete. Neben vielen bekannten Bildern zeigt die bisher umfangreichste Präsentation viele unbekannte Facetten des Werkes von F.C. Gundlach. Die Kuratoren Klaus Honnef, Hans-Michael Koetzle, Sebastian Lux und Ulrich Rüter erlauben als Ergebnis mehrjähriger Recherchen einen neuen Blick auf das fotografische Œuvre F.C. Gundlachs: seine Wurzeln im Bildjournalismus, das Spezifische seiner Bild-Ästhetik, sein Denken in Serien und Sequenzen, seine narrativen Ansätze.

Die Schau berührt gesellschaftliche und kulturelle Ereignisse und Entwicklungen über mehrere Jahrzehnte hinweg. Die experimentellen Beispiele der ersten Werkphase aus dem Paris der 50er Jahre etwa, die prägnanten Porträts der führenden Darsteller und Regisseure des westdeutschen und des internationalen Films sind ebenso zu sehen wie die frühen Reportagen und F.C. Gundlachs weitgehend unbekannte Kinderbilder. Erstmals in diesem Umfang wird auch F.C. Gundlachs Zeitschriftenarbeit, insbesondere für Film und Frau (1951-1965) und Brigitte (1963-1986) dargestellt. Neben Fotografien werden auch die Titelblätter und eine reichhaltige Auswahl von Doppelseiten seiner Bilder in den Kontexten der Zeitschriften gezeigt. Deutlich wird in der Gesamtschau Gundlachs auch Aufgeschlossenheit gegenüber fototechnischen Neuerungen (Kleinbild-Fotografie, Elektronen-Blitz oder Farbe).

Seine Modeproduktionen führten ihn sowohl nach Paris und New York als auch nach Ägypten und Marokko. Diese Fotografien – vielfach gedruckt – sind zu Schlüsselmotiven in seinem Werk geworden. F.C. Gundlachs beeindruckende Reise-Reportagen hingegen entstanden u. a. in Argentinien, Brasilien, Peru, Japan, Kambodscha, Thailand, Vietnam und werden in Berlin erstmals zu sehen sein. Original-Dokumente zur Vita skizzieren anschaulich den Lebensweg des Fotografen. In einem einstündigen, speziell für diese Ausstellung vom Filmemacher Reiner Holzemer produzierten Film-Interview kommentiert F.C. Gundlach seine Arbeitsweise selbst. Zu besichtigen ist: ein Lebenswerk zwischen Dokumentation und Inszenierung, zwischen angewandten und freien Arbeiten.

Quelle:
Martin Gropius Bau
Niederkirchnerstraße 7 (Nähe Potsdamer Platz)
10963 Berlin

F.C. Gundlach. Das fotografische Werk
Ausstellung 20. November 2009 bis 14. März 2010

Veranstalter
Berliner Festspiele. Eine Ausstellung der Stiftung F.C. Gundlach Hamburg.
Kuratoren Klaus Honnef, Hans-Michael Koetzle, Sebastian Lux, Ulrich Rüter

Weiterführende Informationen unter: http://www.berlinerfestspiele.de/de/aktuell/festivals/11_gropiusbau/mgb_...