
Der tschechische Künstler Cerny wurde mit viel Witz und Ironie auf einen Schlag berühmt in Europa. Cerny war schon immer bekannt seine Skulpturen mit Witz und Ironie zu präsentieren.
In Cernys Europäischer Vision „Entropa“ ist Frankreich „en grève - im Streik“, Spanien zubetoniert, für Polen hissten zwei Priester die Homosexuellen-Flagge. Deutsche Autobahnen ergaben, mit etwas Fantasie, ein Hakenkreuz, Luxemburg war „Zu verkaufen“. Mit der europäischen Idee, sich auf Gemeinsames zu verständigen und Angriffe auf nationale Eigenheiten zu unterlassen, hat „Entropa“ also herzlich wenig gemeinsam.
Aber mit seiner linkslastigen politischer Ironie wollte er nach unserer Einschätzung provozieren und einfach mal testen, ob die Diplomaten im vereinigten Europa über sich selbst lachen können. Weit gefehlt, der Kunstschuss ging nach hinten los.
Europa und somit „Entropa“ steht auf dem Kopf! In Sachen „Entropa“ kritisierte nun sogar schon das verbündete Bulgarien die Prager Führung. Die Darstellung Bulgariens als „Hocktoilette“ sei ein „Ausdruck schlechten Geschmacks“, erklärte das Außenministerium in Sofia nach Medienberichten vom Mittwoch und forderte, den Teil der Installation zu entfernen.
Man sollte das "GANZE“ nicht so ernst nehmen und nach dem Sinnspruch verfahren:
"Im europäischen Garten des Lebens ist Humor, Witz und Ironie der beste Dünger". Unbekannt
Was aber soll mit "Entropa" nun geschehen? "Vermutlich müssen wir den ganzen Kram abbauen", sagte ein tschechischer Diplomat am Mittwoch, der aus "EU- Räson" anonym bleiben wollte. Nach offizieller, aber wohl bald überholter Darstellung wollte Prag das Kunstwerk im Brüsseler Hauptquartier eigentlich bis zum 30. Juni von Cerny mieten, und das für 50 000 Euro.
Weiterführende Informationen und eine vortreffliche Bilddokumentation des Kunstwerkes „Entropa“ können Sie aus der Badischen Zeitung entnehmen: http://www.badische-zeitung.de/ein-bildhauer-namens-schwejk--10316062.html?id=10316004
Kommentare
Kostenlose Kunst?!
David Cerny, der Schöpfer des umstrittenen tschechischen Kunstwerks anlässlich der EU-Ratspräsidentschaft wird die staatliche Unterstützung für "Entropa" zurückzahlen. Die Regierung in Prag habe einen entsprechenden Vertrag mit David Cerny geschlossen.