

Warum ist Schnee weiß? Ein Märchen:
Als Unser Herr alles erschaffen hatte, Gras und Kräuter und Blumen, und ihnen die schönen Farben gegeben, in denen sie prangen, machte er zuletzt auch den Schnee und sagte zu ihm: "Die Farbe kannst du dir selbst suchen, denn du frißt ja so alles." - Der Schnee ging also zum Gras und sagte: "Gib mir deine grüne Farbe." Er ging zur Rose und bat um ihr rotes Kleid, dann zum Veilchen, und wieder zur Sonnenblume, denn er war eitel und wollte einen schönen Rock haben. Aber Gras und Blumen lachten ihn aus und schickten ihn seines Weges. Da setzte er sich zum Schneeglöckchen und sagte betrübt: "Wenn mir niemand eine Farbe gibt, so ergeht es mir wie dem Winde, der nur darum so bös ist, weil man ihn nicht sieht." Da erbarmte sich das Blümchen und sprach bescheiden: "Wenn dir mein schlechtes Mäntelchen gefällt, magst du es nehmen." Und der Schnee nahm es und ist seitdem weiß; aber allen Blumen bleibt er Feind, nur nicht dem Schneeglöckchen. (Oberpfalz)
Warum der Schnee weiß ist. Märchenhafte Welterklärungen.
Gesammelt und mit einem Essay von Reinhard Kaiser und Elena Balzamo Frankfurt am Main: Eichborn 2005. Die Andere Bibliothek, Bd. 246. 304 Seiten. Originalausgabe. € 28,50 ISBN 978-3-8218-4558-6 Erfolgsausgabe - € 24,90 ISBN 978-3-8218-4743-6
Mehr: http://www.reinhardkaiser.com/LesesaalNeu/VersammelteWerke/Schneeweiss.htm
Warum ist Schnee weiß? – Die physikalische Betrachtung:
Physikalisch ist weiß die Summe aller Farben. Wenn Schnee nichts anderes als gefrorenes Wasser ist, warum ist er eigentlich weiß und nicht durchsichtig?
Abb.: Spaziergang der Schneekristalle, © Foto Werner Zirckel
Sonnenlicht – das zeigt jede Seifenblase oder ein Prisma – setzt sich aus Strahlen verschiedener Wellenlängen zusammen, die für uns längst nicht alle sichtbar sind (Ultraviolett, Infrarot). Die Strahlen, welche von einem Gegenstand reflektiert werden, geben ihm seine Farbe: ein grünes Blatt reflektiert Grün und absorbiert Rot. Wird das ganze einfallende Lichtspektrum reflektiert, erscheint der Gegenstand weiß. Werden hingegen alle Lichtstrahlen verschluckt, sieht er schwarz aus. Die in den Schneekristallen eingeschlossene Luft bewirkt die weiße Farbe. Schnee besteht nicht nur aus gefrorenem Wasser, er enthält auch sehr viel eingeschlossene Luftbläschen. An der Grenzfläche zwischen Eis und Luftbläschen wird alles einfallende Licht reflektiert, so dass Schnee weiß erscheint.
Dass die eingeschlossene Luft für die weiße Farbe verantwortlich ist, können Sie an einem Eiszapfen überprüfen. Eiszapfen wachsen, indem ein Wassertropfen nach dem anderen den Zapfen entlang nach unten läuft und dort festgefriert. Bei diesem langsamen Gefrierprozess wird keine Luft im Eis eingeschlossen; der Zapfen ist glasklar. Andere Verhältnisse herrschen jedoch in einer Wolke: bei starken Turbulenzen und wechselnden Temperaturen wird viel Luft in den Schneesterne festgehalten.
Farbenlehre - Die Farbe Weiß! Detaliierte Informationen unter: http://de.wikipedia.org/wiki/
Farbe Weiß in der Kunst: Die unbunte Farbe Weiß Was macht ein Bild aus? Wo fängt die Wand an? Antworten in den Gemälden des amerikanischen Malers Robert Ryman in München. Die unbunte Farbe Weiß in allen ihren möglichen Schattierungen, farbigen Nuancen und lichtbedingten Veränderungen als eine Möglichkeit der Malerei in ihren Grundbegriffen zu erleben ist das zentrale Thema von Ryman, das er in Ausstellungen immer wieder von neuem inszeniert. Es gibt also auch im Haus der Kunst keine zeitliche Abfolge der 50 Werke aus der Zeit von 1961 bis heute, sondern eine Ordnung von Farbstimmungen und -tönen und eine Vielfalt an Farbträgern, was demjenigen, der sehen kann, zum spannenden Erlebnis wird. Quelle: Artikel Zeit –Online Kultur
Mehr: http://www.zeit.de/2001/04/200104_robert_ryman.xml?page=all
Weiß in der Kunst des 20. Jahrhunderts Studien zur Kulturgeschichte einer Farbe: Barbara Oettl untersucht die vielfältigen Gestaltungsperspektiven, die der Gebrauch der monochromen Farbe Weiß in der Kunst des 20. Jahrhunderts eröffnet. Ihre Fallstudien sind in eine weit gespannte Kulturgeschichte der Farbe Weiß eingebettet. 2009, 416 Seiten, 16 farbige Abbildungen, 52 Schwarz-Weiß-Abbildungen, Maße: 18,2 x 24,6 cm, Gebunden, Deutsch Schnell & Steiner ISBN-10: 379542092X ISBN-13: 9783795420925
Mehr: http://www.weltbild.de/3/15616680-1/buch/weiss-in-der-kunst-des-20-jahrhunderts.html
Gesellschaftspolitische Bedeutung der Farbe Weiß!
Weiß: Reinheit, Sauberkeit, Ordnung, Leichtigkeit, Vollkommenheit, illusionär. Die Farbe Weiß Physikalisch ist Weiß die Summe aller Farben. Weiß hat keinen negativen Zusammenhang, so ist sie die vollkommenste Farbe.
Weiß symbolisiert: Licht, Glaube, das Ideale, das Gute, der Anfang, das Neue, Sauberkeit, Unschuld, Bescheidenheit, Wahrheit, die Neutralität, die Klugheit, die Wissenschaft, die Genauigkeit.
Weizen gab Weiß seinen Namen. Im Englischen "white" und "wheat", im Schwedischen "vit" und "vete". In anderen Sprachen ist Weiß mit dem Glänzen des Lichtes verwandt. "Bianco" auf Italienisch, "Blanc" im Französischen. "Leukos" im Griechischen heißt Leuchten.
Mehr: http://www.lichtkreis.at/html/Wissenswelten/Welt_der_Farben/wirkung-farbe-weiss.htm
Künstlerzitate zu den Farben Schwarz und Weiß
Farbe ist für den Künstler weit mehr als ein Ausdrucks- und Stilmittel mit dem Stimmungen und Empfindungen dargestellt werden. Farbe ist weit mehr als ein Werkzeug um Raumwirkung, Licht und Schatten zu erzielen. Farbe ist das Elixier, das dem Werk - entstanden aus der Idee, der Kreativität, den Fähigkeiten und Techniken des Künstlers - Leben, Kraft und Magie verleiht.
Pablo Picasso formulierte dieses Phänomen so: „Farbe hilft Licht auszudrücken, ich meine nicht das physikalische Phänomen, sondern das Licht, das nur im Kopf des Künstlers existiert“. Pablo Picasso
Mehr: http://www.farbenundleben.de/kunst/kuenstlerzitate_schwarz_weiss.htm
Kommentare
Einfach nur „weiß“?
„Farbe hilft Licht auszudrücken, ich meine nicht das physikalische Phänomen, sondern das Licht, das nur im Kopf des Künstlers existiert“. Pablo Picasso
Wie wichtig ist die Farbe Weiß für Künstler? Wie wird sie eingesetzt? Ist sie lediglich eine Hintergrundfarbe als neutrales Element? Oder ein Bestandteil der gestalterischen Idee?
Wie lebt die Farbe Weiß in der Fotografie?
Mich würde sehr interessieren, was die Künstler in diesem Forum darüber denken!
Ich freue mich sehr auf Ihre Beiträge!
Liebe Grüße
Luna
Farbkreis nach Itten
Hallo Luna,
Johannes Itten, Maler und Kunstpädagoge, entwickelte während seiner Lehrtätigkeit von 1919 bis 1923 im Bauhaus Weimar die Grundlagen seiner Farbtheorie und den entsprechenden Farbkreis. Ein weiter Schwerpunkt von Ittens Arbeit sind die Untersuchungen zu den Farbkontrasten.
Weiterführende Informationen unter:
http://lehrerfortbildung-bw.de/kompetenzen/gestaltung/farbe/systeme/itte...
Ittens Komplementärfarben geben in ihrer Mischung nicht Grau, sondern bunte Tertiärfarben. Ferner fehlen bei Itten Weiß und Schwarz, sie sind keine Nichtfarben, sondern gleichwertig zu den bunten Farben.
Die Diskussion über die Farbe Weiß wird immer ein spannendes Thema bleiben.
Es wäre aber interessant, was die einzelnen Künstler hier im Forum dazu sagen würden!
Grüße
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