
Bilder, die scheinbar die Wirklichkeit spiegeln, da sie ja dem Anschein nach fotografisch entstanden sind, sind in der nächsten Derneburger Ausstellung zu sehen.
Doch schnell kommen dem Betrachter dieser Arbeiten Zweifel, denn das, was da so wirklichkeitsgetreu daher zu kommen scheint, sieht recht bald geradezu künstlich aus, wie nicht von dieser Welt. Die hier zu sehenden „Wirklichkeiten“ gibt es offensichtlich gar nicht, aber sehr wohl sind es an der Wirklichkeit entwickelte Impressionen, die Dieter Osler mit der Lochkamera hat entstehen lassen.
Hauptdarstellerin in fast sämtlichen Bildern ist die Sonne. Immer mehr als fünfzehn Minuten ist sie durch ein winziges Loch in die riesige Kamera gedrungen, um den 50x60 cm großen Film zu belichten, und sie ist nun die bildbeherrschende Kraft jeder Fotoarbeit. Diese traumhafte Sonnenstrahlung hat Ruth Dieterich inspiriert, die mit der Lochkamera gewonnenen SW-Bilder in surreale Farbkompositionen umzusetzen.
Lochkameraarbeiten im Ultragroßformat 50x60 cm, die analog entstehen, sind das Markenzeichen von Dieter Osler. Mit Riesenkameras hat er in vielen Städten der Republik, in Polen, England und sogar in Afrika gearbeitet, und überall sind Bilder entstanden, die sich trotz der urfotografischen Aufnahmetechnik von der Wirklichkeit dieser Welt wahrlich endlos weit entfernt haben.
Über zwanzig Arbeiten dieses Künstlers, die mit sechs Arbeiten der Malerin Ruth Dieterich korrespondieren, sind vom 6. bis zum 27. September im GLASHAUS DERNEBURG zu sehen.
EINLADUNG zur Eröffnung der Ausstellung am 6. September um 11°° Uhr im GLASHAUS Derneburg, Schlossstraße 17
Weiterführende Informationen unter: http://www.glashauskultur.de
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