Fotoszene Nürnberg 2009 - „NEULAND“ Nürnbergs Wandel durch Migration

Bild von Liedel

Kaiserburg Nürnberg, Fotomontage - ©Gerd DollhopfUnter dem Titel „Neuland“ beteiligen sich 11 Fotografen und Fotografinnen der Fotoszene Nürnberg, einem Verbund namhafter Nürnberger Fotografen, und ein Gast mit einer Ausstellung im Museum Industriekultur an dem Projekt „.da sein - Nürnbergs Wandel durch Migration“.

Kein Neuland ist lediglich der Veranstaltungsort für die Fotoszene, die schließlich vor nunmehr neun Jahren im Museum Industriekultur gegründet wurde und in den ersten Jahren hier regelmäßig ausgestellt hat. Jeder der Autoren hat eine eigene fotografische Stellungnahme beigetragen und reflektiert den Titel und die Thematik um Neuland, Migration und neue Mitbürger im Großraum Nürnberg und den Wandel der Stadt neu und mit anderen Mitteln:

Titelbild: Kaiserburg Nürnberg, Fotomontage - ©Gerd Dollhopf

Jim Albright wählt die Journalistische Portraitfotografie, Rene Carstanjen bezieht sich auf die eigene Familie mit Migrationshintergrund, Gerd Dollhopf bedient sich der Fotomontage, um Zukunftsszenarien zu phantasieren, Karin Günther, selbst Sudetendeutsche, breitet die Familiengeschichte aus, Herbert Liedel fokussiert sich auf den Brennpunkt Gostenhof, Jutta Missbach zeigt eine Installation von Portraits auf Fahnen, Rudi Ott registriert die sichtbaren flüchtigen oder bleibenden Veränderungen anhand von Schaufensterauslagen, Angelika Salomon setzt Pars = Haare pro Toto = Gesellschaft, Petra Simon setzt die Widersprüchlichkeit von Schein und Sein ins Bild, Bernd Telle hinterfragt bestehende Sehmuster und Klischees anhand von Portraits, Raffael Ziegler registriert internationale Esskultur in Nürnberg und Susa Schneider schließlich stellt als Gast der Gruppe eine begehbare Installation zur Reflektion.

Lenin Nürnberg, Fotomontage - ©Gerd Dollhopf 

Bild: Lenin Nürnberg, Fotomontage - ©Gerd Dollhopf

Eine solch variantenreiche Zusammenschau ergibt ein vielschichtiges Gesamtbild, das in sehr unterschiedlichen Ebenen Aussagen trifft. In jedem Falle sind die Stellungnahmen individuell aber auch bewegt, nachdenklich, dokumentarisch, ideenreich und erfrischend, visionär und künstlerisch und immer mit Blick auf die Ernsthaftigkeit der Thematik. An den Ergebnissen ist abzulesen, dass sich jeder Fotograf – jede Fotografin, der Aufgabenstellung wirklich angenommen hat und von ihr ergriffen wurde. Ein Thema also, welches unsere moderne Gesellschaft tatsächlich betrifft und bewegt. - Sehenswert!

Gostenhof Nürnberg 1881, ©Herbert Liedel 

Bild: Gostenhof Nürnberg 1981, ©Herbert Liedel

Bild: Gostenhof Nürnberg 2009, ©Herbert Liedel 

Bild: Gostenhof Nürnberg 2009, ©Herbert Liedel 

Die Ausstellung „NEULAND - Nürnbergs Wandel durch Migration“, Fotoszene 2009 wird gezeigt vom 20.11.2009 bis zum 27.12.2009 (mit Option auf Verlängerung) im Museum Industriekultur, Äußere Sulzbacher Straße 62.

Öffnungszeiten: Di - Fr. 9:00 bis 17:00 Uhr und Sa, So und Feiertage 10:00 - 17:00 Uhr

Vernissage am 19.11.2009 um 19:00 Uhr

Ein öffentlicher Fotografenrundgang mit den Ausstellern wird am Sonntag 06.12. 2009 um 15:00 Uhr stattfinden.

Kontakt:

Herbert Liedel Laufamholzstr. 442, 90482 Nürnberg, 0911 – 502189, E-Mail: liedel_herbert@hotmail.com

Gerd Dollhopf Harsdörfferplatz 9, 90478 Nürnberg, 0911 – 467637, E-Mail: gerddollhopf@gmail.com

Museum Industriekultur: Matthias Murko, Äußere Sulzbacher Straße 62, 90491 Nürnberg, 0911 – 231-3648, E-Mail: matthias.murko@stadt.nuernberg.de

Kommentare

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Nürnberg mit Moschee und Minarett

In der Schweiz hat sich überraschend eine klare Mehrheit von 57,5 Prozent gegen den Bau von Minaretten ausgesprochen aus. Dieses Abstimmungsergebnis war selbst von der national-konservativen Schweizerischen Volkspartei (SVP), die das Referendum mit initiiert hatte, nicht erwartet worden.

Also, in der Schweiz ist der Bau neuer Minarette nach einer Volksabstimmung nun verboten. In Deutschland sieht dies anders aus: Fünf repräsentative Moscheen etwa wird es bis Ende des Jahres in Deutschland geben – mit Minarett.

Vision 2020:
In Frankens Metropole wurde das Nürnberger -Wahrzeichen „Die Kaiserburg“ sogar schon in einer Fotomontage mit Moschee und Minarett gestaltet.
Franken ist offen für die ganze Welt und tritt für die Religionsfreiheit ein.

2020 liegt die Moschee mit ihren 2 Minarett -Türmen nördlich der Pegnitz auf einem Sandsteinrücken oberhalb der Sebalder Altstadt. Im Westen grenzt sie an den Neutorgraben, im Norden an den Vestnertorgraben. Von der Moschee aus hat man nach Süden einen herrlichen Blick auf das unter ihr liegende islamische Viertel und die Altstadt.
Orientalische Düfte und bezaubernde Welten aus Tausendundeine Nacht steigern den Tourismus in Franken.

Nürnberg 2020
Von der Bratwurst zum Weltkulturerbe!