Franz Ackermann – kraftvolle Farbwelten in Bonn

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Franz Ackermann, Leben und Sterben, 2009 - Foto: Jens Ziehe, BerlinEiner der innovativsten Maler der letzten zehn Jahre ist der 1963 in Neumarkt St. Veit (Bayern) geborene Franz Ackermann. Der international renommierte Künstler, der seit 2001 auch eine Professur an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Karlsruhe innehat, besticht immer wieder durch seine raumgreifenden und extrem farbigen Bilder, Zeichnungen und Installationen, die Elemente der globalisierten Gesellschaft mit scheinbar rein malerischen Aspekten spielend vereinigen.

Das Bonner Kunstmuseum widmet dem Künstler Franz Ackermann eine Einzelausstellung, die das Prozesshafte seines Werkes betont. Der Malerei-Professor der Kunstakademie Karsruhe zeigt ein Verwirrspiel von Form und Farben, das in den Bann zieht. Das Unfertige, sich ständig Verändernde, aber auch das Überbunte in einem Verwirrspiel an Formen und Farben, Skulpturalem, Reliefhaftem, Collagenartigem, Gezeichnetem und Bemaltem, so kennen wir Franz Ackermann schon, seitdem er 1997 im Bonner Kunstverein sein Debüt gab.

Titelbild: Franz Ackermann, Leben und Sterben, 2009(Installation Bonn, 2009)Wandmalerei, Hölzer und Stoffe Foto: Jens Ziehe, Berlin

Ausgangspunkt für Franz Ackermanns künstlerischen Ansatz ist das Reisen. Während seiner Aufenthalte an den verschiedensten Orten auf der Welt fertigt er kleinformatige Zeichnungen und Aquarelle an. Diese meist abstrakten Skizzen, die so genannten „Mental Maps“, reflektieren urbane Strukturen und verbinden das Objektive der Topographie mit den mentalen Erfahrungen des Künstlers von fremden Kulturräumen. Diese "Mental Maps" bilden die Keimzelle, aus der Franz Ackermann raumgreifende und starkfarbige Gemälde entwickelt, die oftmals Referenzen von zeitgenössischen Krisen in den Teilen der Welt thematisieren, die er besucht hat. Neben den Werkgruppen der Zeichnungen und Gemälde entwickelt Franz Ackermann raumbezogene Installationen, die aus einer großen Bandbreite unterschiedlicher Medien bestehen und bisweilen auch alltägliche Elemente wie Möbel, Kleidung und Zeitschriften einbeziehen.

Bild: Franz Ackermann, Terminao Tropicao 2008/9(Installation Bonn, 2009) Mixed Media, Courtesy The Artist Foto: Jens Ziehe, Berlin

Franz Ackermann, Terminao Tropicao 2008/9 - Foto: Jens Ziehe, Berlin

Für das Kunstmuseum Bonn wird Franz Ackermann eine neue Werkgruppe entwickeln, die erstmals hier ausgestellt wird. Es erscheint ein Katalog im Snoeck-Verlag.

Ausstelungsdauer: 17. Dezember 2009 – 21. Februar 2010

Katalog: http://kunstmuseum.bonn.de/aktuelles/presse/ackermann/katalog_ackermann09_final_low.pdf

Quelle: KUNSTMUSEUM BONN Museumsmeile, Friedrich-Ebert-Allee 2, 53113 Bonn

Öffnungszeiten: Di bis So 11.00 – 18.00, Mi 11.00 – 21.00

Weiterführende Informationen unter: http://www.kunstmuseum-bonn.de