
Was sind Sagen? Warum fassen Völker ihre Vergangenheit in mythologische Erzählungen? Warum erzählen wir unseren Kindern Märchen? Märchen, Sagen und erzählte Geschichten sind Reisen in unser Inneres, der Versuch, sich selber zu erklären und zu verstehen.
Diese Suche zu visualisieren - gekleidet in Geschichten, in sich geradezu mäanderartig wiederholenden “Gesängen”, - ist das Anliegen der Ausstellung. In seiner Malerei, die ihm die wichtigste Kunst ist, entwickelt Henning von Gierke visionär wirkende Bilder, die das Mythisch-Magische von Gesehenem und Gedachtem, von Grundsymbolen in Märchen bannen. Eine Archäologie des Erinnerns erweitert in Objektkästen und Raum-Installationen seine Ausdrucksmöglichkeiten.
In den Möbeln des Erinnerungsarchivs bewahrt von Gierke dabei Fundstücke der verschiedenen Filme auf, die er ausgestattet hat. Die Schränke sind damit das Museum seiner Erinnerungen, denen er mit der Aufbewahrungsart eine neue Ordnung gibt. Jeder, dem die Filme bekannt sind, erkennt in den aufgehobenen Funstücken bestimmte Szenen wieder, etwa im Kaspar-Hauser-Schrank.
Titelbild: Henning von Gierke „Im Widerschein des Traums“, 2007, 160 x 120 cm © Ludwig Museum im Deutschherrenhaus Koblenz
Seit 1970 hat Henning von Gierke über 30 Theater- und Musiktheater-Produktionen realisiert. Unter anderem hat er mit Werner Herzog, Robert Wilson, Michael Hampe und IsaoTakashima zusammengearbeitet. Die Zusammenarbeit mit Werner Herzog setzte im Jahr 1973 ein als dieser den 25-jährigen Autodidakten Henning von Gierke als Ausstatter für den Spielfilm Jeder für sich und Gott gegen alle engagierte. Es entstanden gemeinsam fünf weitere Spielfilme und mehrere Musiktheater-Produktionen.
Ausstellung: Henning von Gierke – „Goldener Strom“
8. Februar bis 22. März 2009
Quelle: Ludwig Museum im Deutschherrenhaus, Danziger Freiheit 1, 56068 Koblenz, Telefon +49-261-304040, Städtische Museen Koblenz
Öffnungszeiten: Dienstag – Samstag 10:30 – 17:00 Uhr Sonn- und Feiertags 11:00 – 18:00 Uhr Weiterführende Informationen unter: http://www.ludwigmuseum.org/
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VON ARMAN BIS ANDY WARHOL
Die neuen Meisterwerke im Ludwig Museum
Die Ausstellung „Von Arman bis Andy Warhol” ist zum einen eine Neupräsentation von Werken, die nun als Bestandserweiterung in das Ludwig Museum integriert werden, als auch eine Exposition von Werken, die zum Teil schon seit längerem nicht mehr ausgestellt wurden (Jean Olivier Huxleux, Peter Klasen, Gérard Garouste etc).
Ausstellung vom 10. Mai bis 5. Juli 2009
Jump in Art! - Raus aus dem Büro, rein ins Kunstvergnügen!
An jedem letzten Donnerstag im Monat: Zeitgenössische Kunst zum Mitreden
Donnerstag, 28. Mai 2009, 18.00 bis 19.30 Uhr
Rundgang durch die Ausstellung VON ARMAN BIS ANDY WARHOL
Gemalt, vernäht und fotografiert! Die Fotografie - eine Kunst?!
Von Jürgen Klauke über Georges Rousse bis Lisa Rudigier ...
Willkommen bei uns in Koblenz!
Mehr: http://www.ludwigmuseum.org/ausstellung/aktuell.htm
Henning von Gierke - GOLDENER STROM
Ludwig Museum Im Deutschherrenhaus
Henning von Gierke - GOLDENER STROM
Ausstellung: 8. Februar bis 22. März 2009
FRÜHLINGSFEST AUF DER MS RHEINGOLD und
im Museum in der Ausstellung Henning von Gierke - Goldener Strom
Die Ausstellung, die die erste umfassende Museums-Schau des Malers, Regisseurs und Bühnenbildners Henning von Gierke ist, wird von Ihnen als Besucher/innen begeistert aufgenommen (“ Die Ausstellung ist grandios! ” , Annette Funke). Auch von der Presse hören wir nur Positives: “ Toll! Das Beste, was Rheinland-Pfalz derzeit zu bieten hat! ” (Jens Frederiksen, Allgemeine Zeitung, Mainz).
Die Ausstellungseröffnung war mit annähernd 500 Besuchern besucht - und weil daher nur ein Teil von Ihnen die außergewöhnliche Performance des Münchener Butoh-Tänzers Stefan Marria Marb durch die Rauminstallation Henning von Gierkes gesehen hat, haben wir ihn kurzerhand noch einmal eingeladen: Er wird zum Abschluss der Ausstellung noch einmal auftreten:
In „Float Body“ stellt Stefan Marria Marb den tanzenden weißen Körper ins Zentrum der aktuellen Ausstellung „Goldener Strom“ des Malers und Bühnenbildners Henning von Gierke und setzt sich in der Choreografie mit den vielfältigen Aspekten seines Werkes auseinander. Beide Künstler kennen sich bereits aus mehreren gemeinsamen Projekten.
Sie sind Begleiter und unmittelbarer Zeuge dieser Tanzperformance.
Ludwig museum Im Deutschherrenhaus
Ludwig museum Im Deutschherrenhaus
EVGENI DYBSKY - Giotto Projekt
29. März bis 3. Mai 2009
PAUL SCHWER - ORION am Deutschen Eck
29. März bis 3. Mai 2009
Eröffnung beider Ausstellungen: Sonntag, 29. März, 11.00 Uhr
Sehr geehrte Freundinnen und Freunde des Ludwig Museums,
zwei Ausstellungen folgen in unserem Programm 2009 nun parallel, unterschiedlich sind sie, aber sie sorgen für Aufsehen! Ab Sonntag für Sie:
Paul Schwer , geb. 1951, verfolgt nach dem Studium an der Kunstakademie Düsseldorf bei Erwin Heerich ein ihm eigenes Konzept von Malerei: Mit Hilfe von transparenten Materialien - Stoffbahnen, Polyesterfolie, Glasplatten und Plexiglas -, die Paul Schwer gestisch mit Pigmenten und Siebdrucklack versieht, entstehen - in der Kombination mit (Neon- und Schweinwerfer-)Licht - immer neue Objekte und Rauminstallationen, farbintensiv und von großer Leuchtkraft:
Paul Schwers charakteristisch geschwungene PlexiglasplastikenBaozis (die Paul Schwer nach den chinesischen Teigtaschen benannt hat) , ebenso wie die an Iglus erinnernden Halbkugeln und die längsrechteckigen Leucht-Objekte liegen oder schweben im Raum wie Mikrokapseln aus einem Sternbild, vielleicht dem Orion, unterbrochen von bemalten Polystryrol-Hartschaumplatten und Wandmalerei. Es entsteht eine Gesamtinstallation …
Mit einer großen Farblichtinstallation, einem so genannten Bautafel- Painting, setzt sich die Ausstellung im Außenraum an der historischen Mauer des Deutschen Ecks fort: Dort errichtet der Künstler das weithin vom Rheinufer aus sichtbare Orion am Deutschen Eck .
Evgeni Dybsky ist Maler. Geboren 1955 als Sohn einer russisch-jüdischen Familie in Rumänien studierte er in Moskau. Seine erste Reise nach Italien im Jahr 1988 führte ihn nach Padua zu Giottos Fresken der Cappella degli Scrovegni all’ Arena . Seit 1990 lebt Evgeni Dybsky in Deutschland und Italien. Seit 1996 arbeitet er nicht nur in Köln und Mailand, sondern auch wieder in Moskau und Berlin.
Was gab konkret den Anlass für Dybsky, sich an die Auseinandersetzung mit den Fresken Giottos in Padua zu wagen? Schon als Student liebte Dybsky Giotto, zuletzt kam er 2005 nach Padua, um das Ergebnis der gerade abgeschlossenen Restaurierung zu studieren - und war maßlos enttäuscht. Er beschloss, die Fresken in seiner Weise „neu“ zu malen: „ Seit kurzem habe ich die Idee, die Arbeiten aus der Kapelle sozusagen Wiederherzustellen. Eben das Wiederherzustellen, was ich an diesen Fresken so liebte …”.
Weiterführende Informationen unter: http://www.ludwigmuseum.org/ausstellung/aktuell.htm