
Horst Janssen (*1929) gilt als einer der bedeutendsten und produktivsten deutschen Grafiker der Gegenwart. Am 14.11.2009 würde Horst Janssen 80 Jahre alt. Aus diesem Anlass zeigt das Horst Janssen Museum in Oldenburg eine breit angelegte Retrospektive mit Meisterwerken Horst Janssens aus allen Schaffensphasen vom 30. August bis 15. November 2009.
Titelbild: Abschied, Farbradierung, 1986, 50x36cm, 33/100, © Kunstgalerie artnori
Die Ausstellung beginnt mit den Tuschfederzeichnungen des Studenten Horst Janssen, der von 1946 bis 1951 an der Landeskunstschule am Lerchenfeld in Hamburg studierte, wo er seinem Lehrer Alfred Mahlau nacheiferte. Er schulte das genaue Hinsehen und legte die Grundlagen für sein künstlerisches Selbstverständnis „Ich bin ganz Auge“.
In den frühen 50er feierte Janssen große Erfolge mit seinen großformatigen, farbigen Holzschnitten, die er 1957 in seinen Privaträumen in der Warburgstraße in Hamburg ausstellte.
Die 60er Jahre sind geprägt von den „Fleischzeichnungen“, den skurrilen Menschendarstellungen und den entlarvenden Porträts des Millionenstrichlers, wie sich Janssen in dieser Zeit selbst nennt.
Bild: Selbstbildnis 29.08.77, Radierung, 1977, 33x43cm, 59/100, © Kunstgalerie artnori

Diese virtuosen Bleistiftzeichnungen von nackten Mädchen, hässlichen Alten und fantastischen Köpfen haben Janssen 1968 auf der Biennale von Venedig den internationalen Graphikpreis eingebracht und für eine weltweite Aufmerksamkeit gesorgt. Diese Arbeiten werden einen breiten Raum in der Retrospektive einnehmen.
Bild: Lieber Tinsdaler 27.07.85, Lithografie, 1985, 41x58cm, 35/100, © Kunstgalerie artnori

In den 70er Jahren widmet sich Janssen der Landschaft und beginnt auch mit dem detailgenauen Abzeichnen von den kleinen Dingen des täglichen Lebens. Das Werk Horst Janssens wird in dieser Überblicksausstellung in allen Sujets und allen Techniken vorgestellt und als herausragendes Beispiel der gegenständlichen Kunst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gefeiert.
Horst Janssen - Die Retrospektive zum 80. Geburtstag
Ausstellung: 30. August – 15. November 2009
Quelle: Horst-Janssen-Museum Oldenburg, Am Stadtmuseum 4-8, 26121 Oldenburg Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag jeweils 10 bis 18 Uhr durchgehend geöffnet, Montags geschlossen
Weiterführende Informationen unter: http://www.horst-janssen-museum.de/index.php?id=21
Zur Horst Janssen Retrospektive erscheint ein umfangreicher Katalog. Die Ausstellung wird u. a. gefördert von der EWE-Stiftung, der Stiftung Kunst und Kultur der Landessparkasse zu Oldenburg und der Waldmar Koch Stiftung Bremen.
Kommentare
Retrospektive: Zeichner und Grafiker Horst Janssen in Regensburg
Der große Zeichner und Grafiker Horst Janssen ist mit seinen Werken ist in Regensburg zu bewundern.
Die Städtische Galerie "Leerer Beutel" nimmt dieses Jubiläum zum Anlass, eine breit angelegte Retrospektive des Künstlers mit rund 120 Werken zu präsentieren.
Das Selbstporträt zieht sich durch alle Jahrzehnte seines Schaffens und gehört zu den suggestivsten Darstellungen von Janssen. Vom neutralen Selbstzeugnis bis zum extrem aufgewühlten Konterfei in den Paranoia-Darstellungen der frühen achtziger Jahre sind die eindrücklichsten Beispiele versammelt.
Die Ausstellung beginnt mit den Tuschfederzeichnungen des jungen Horst Janssen, der von 1946 bis 1951 an der Landeskunstschule am Lerchenfeld in Hamburg studierte. Sein damaliger Professor, Alfred Mahlau, lehrte seinen Schülern vor allem das genaue Hinsehen und die liebevolle Umsetzung der Realität in die Zeichnung oder in das Aquarell. Aus diesem Vorgehen resultierte schließlich Janssens künstlerisches Selbstverständnis: "Ich bin ganz Auge".
Weiterführende Informationen unter: http://www.regensburg.de/museumsportal/ausstellungen/index.php?I=3311
Ausstellung: Horst Janssen - Die Retrospektive von 1.12.2009 - 7.2.2010
STÄDTISCHE GALERIE "LEERER BEUTEL"
Bertoldstraße 9
93047 Regensburg
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag 10 bis 16 Uhr
geschlossen 24.12./ 25.12./31.12. und 01.01.