Die Konkrete Kunst – die Kunst der Mathematik?

Bild von TK plus 07

Konkrete KunstKunst und Mathematik sind zwar voneinander unabhängige Bereiche, doch zeigt die Konkrete Kunst eine verblüffende Nähe zu mathematischen Festlegungen, Fragestellungen und Methoden. Eine Kunst, die die Mathematik besser verstehen lassen kann?

Konkrete Kunst setzt sich auseinander im Idealfall mit Geometrie, Stereometrie und Trigonometrie und steht in einem engen Kontext mit Gleichungen, Zufall und Chaos. Max Bill schreibt 1947: "Das Ziel der Konkreten Kunst ist es, Gegenstände für den geistigen Gebrauch zu entwickeln, ähnlich wie der Mensch sich Gegenstände schafft für den materiellen Gebrauch. Konkrete Kunst ist in ihrer letzten Konsequenz der reine Ausdruck von harmonischem Maß und Gesetz. Sie ordnet Systeme und gibt mit künstlerischen Mitteln diesen Ordnungen das Leben."

Titelbild:von Baumeister; "Flächenbild"

Bild: von Horst Georg Heidolph; "o.T"

Konkrete Kunst

Im Gegensatz zum Konstruktivismus konzentriert sich die Konkrete Kunst auf das Zusammenspiel von Form und Farbe, ihr Interesse gilt der Erforschung der Farbe und dem wissenschaftlichen Denken.

Bildtitel: "Karo" von Georg Langkammerer

Langkammerer

Das Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt präsentiert in der ständigen Sammlung und in Wechselausstellungen die Vielfalt der Konkreten Kunst. In Ingolstadt werden Arbeiten der wichtigsten konstruktivistischen Künstler der 20er Jahre wegweisenden Werken aus dem Bereich der angewandten Kunst gegenübergestellt.

Tisch von Mies van der Rohe

Ingolstadt

Produktdesign, Typographie und Architektur werden so in den Kontext der bildenden Kunst eingebunden, wodurch die gegenseitigen Einflüsse offensichtlich werden. Angesichts des bevorstehenden Jubiläumsjahres des Bauhauses 2009 soll die Ausstellung zeigen, dass nicht nur am Bauhaus, sondern auch an anderen Orten und Institutionen ebenso entscheidende und für die Gestaltung der modernen Lebenswelt teilweise entscheidende Entwicklungen stattgefunden haben.

Die Ausstellung „Bauhausstil oder Konstruktivismus?“ im Museum für Konkrete Kunst Ingolstadt stellt dieses Phänomen erstmals vor dem Hintergrund der wichtigsten deutschen Schauplätze, an denen diese Entwicklung stattfand, umfangreich vor. Sie präsentiert Werke der wegweisenden Künstler, Gestalter und Architekten der 20er Jahre, etwa von Kurt Schwitters, El Lissitzky, Wassily Kandinsky, Mies van der Rohe, Marcel Breuer, Jan Tschichold oder Willi Baumeister.

Ausstellung: 12.10.2008 bis 11.01.2009

Ausstellungsort: Museum für Konkrete Kunst in Ingolstadt

Titel Bauhausstil oder Konstruktivismus? Aufbruch der Moderne in den Zentren Berlin – Bauhaus – Hannover – Stuttgart – Frankfurt

Quelle: Museum der konkreten Kunst, Ingolstadt; Weiterführende Informationen unter: http://www.mkk-ingolstadt.de/content/html_files/ausstellungen.php