KuKuQ - Was hat Jonathan Meese mit der Kunstszene in Nürnberg zu tun?

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KuKuQ – Kunstszene in NürnbergEin kritischer Beitrag zu den Ereignissen im KunstKulturQuartier (KuKuQ) in Nürnberg. In den vergangenen Tagen war viel über den angeblichen Streit von Künstlerverbänden des ANK (Aktionsgemeinschaft Nürnberger Künstlerhaus) in der Nürnberger Presse zu lesen. Polemisch bis hinterhältig, vor allem auch Partei übergreifend und für Laien kaum nachvollziehbar.

Artikel der Nürnberger Nachrichten: 26.06.2009 von B. Ruf „Aufruhr in Frankens Kunstszene“ Streit um Quotenregelung im Kunsthaus eskaliert: Zwei Verbände steigen aus Der Artikel einzusehen unter:

http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1040900&kat=48&man=3

 Worum handelt es sich?

Dieses so genannte ANK existiert seit 1986. In diesem Verein sind insgesamt 6 Künstlerverbände zusammengeschlossen. Maßgeblich beteiligt an der Gründung dieser Aktionsgemeinschaft war auch die Nürnberger Künstlergruppe „Der Kreis“. Ziel und Zweck des Vereines war und ist es, neben der Organisation von Ausstellungen, Vorträgen und Werkstattgesprächen usw., gerade auch die Rückführung des „Nürnberger Künstlerhauses“ und der ehemaligen „Fränkischen Galerie“, der heutigen „Kunsthalle“, an die bildenden Künstler dieser Stadt. Dazu muss man wissen, dass diese beiden Gebäude Stiftungen privater Bürger dieser Stadt waren. Sie wurden den fränkischen Künstlern übergeben, damit sie diese beiden Häuser in eigenverantwortlicher Regie zu verwalten und zu bespielen.

Nun existiert zwar eine Stiftungsurkunde der Einweihungsfeier, aber weiter angeblich nichts mehr. Nach dem Krieg hat sich die Stadt diese beiden Häuser unter den Nagel gerissen, wie es so schön heißt. Ein interessanter Aspekt ist, dass dies gerade in einer Stadt geschehen ist und noch weiter geschieht, die sich sehr gerne nach außen hin als „Stadt der Menschenrechte“ präsentiert, denn Stiftungen können eigentlich nicht einfach so ignoriert werden.

Was die Kunsthalle angeht, so war in dieser unter der Leitung von Herrn Kurt Heigl, noch ein relativ gutes Programm zu besichtigen. Heute geht ja fast kein Mensch mehr da rein, außer ein paar Schulklassen, die sich gezwungener Maßen für den Kunstunterricht informieren müssen. Die Besetzung des Künstlerhauses und das Eingreifen durch staatliche Macht ist einigen noch in Erinnerung, oder hinlänglich aus der Presse bekannt und wurde damals von der Mehrheit der Bürgerschaft als richtig empfunden.

Der verstorbene und für Nürnberger Verhältnisse „weltweit“ bekannte Maler „Oskar Koller“, ehemals Mitglied von „Der Kreis“ war „treibende Kraft“, die damals im „Kunsthaus Grillenberger Strasse“ beheimateten Vereine in Richtung – Rückführung ins traditionelle Künstlerhaus neu auszurichten.

Eine wahrlich anerkennenswerte Leistung und er würde sich im Grabe umdrehen, wüsste er von den Ereignissen der jüngsten Vergangenheit. Viele Jahre lang und eigentlich bis vor ganz kurzer Zeit wurden die Satzungsbedingungen des ANK, auch von den bis dahin oft im Vorstand sitzenden Vertretern der Gruppen „Kreis und verdi“ eindeutig mitgetragen und verteidigt.

Und nun wird es interessant! Als den Vorständen (explizit Mitgliedern von „Der Kreis“ und „verdi“) im April 2008 bei einer Mitgliederversammlung mehrheitlich das Vertrauen entzogen wurde und ein neuer Vorstand gewählt wurde, war der Katzenjammer bei den Betroffenen groß. An sich ein völlig normaler Vorgang in einer Demokratie, aber von nun an wollten die gefeuerten Herrn nichts mehr mit den „Anderen“ zu tun haben, waren beleidigt, postulierten sie als „Quotenkünstler“ und die „ewig Gestrigen“.

Damit gingen sie auch an die Presse, die für Interessierte schon länger erkennbar, auf diese Linie eingeschworen war. Man kann das Vorgehen dieser Herrn getrost in die Kategorie „pubertäres Verhalten“ einordnen. Nimmt man einem Knäblein den Ball weg, den er schon stundenlang hatte, wird er sauer und sinnt auf Rache. Ganz normal, wenn die Entwicklung der Persönlichkeit mit vier oder fünf Jahren eingestellt wurde.

Interessanter Weise haben die Damen und Herrn von der NN- Presse nie die Gegenseite um ihre Meinung zu diesen Vorgängen befragt. Von seriösen Journalisten würde man geradezu erwarten, dass sie alles wenigstens ein bisschen hinterfragen und dazu gehört auch das Einbeziehen der Position aller Beteiligter.

Immerhin sind da noch 4 weitere Vereine vorhanden. Der nun gut geplante und lautstarke Austritt aus dem ANK, der in Wirklichkeit eine getarnte Spaltung ist, wurde nun erneut zum Anlass genommen die verbleibenden Vereine zu diffamieren und sie als einen Haufen von minderwertigen Künstlern darzustellen. „Quotendeppen“ eben.

Eine uralte Methode: Man macht andere schlecht um selbst besser dazustehen. Wie armselig ! Eigenartiger Weise wird diese Methode so gut wie nie von wirklich guten Künstlern verwendet. Bezieht man die Möglichkeit mit ein, dass der eine oder andere dieser Herrn am Tropfer der Stadt hängt ist dieses Verhalten zwar nachvollziehbar, aber nicht entschuldbar.

Devot vereinnahmen die Herrschaften nun die Vorstellungen von Kulturamt und Herrn Dr. Strobel (übrigens ein Duzfreund einiger, beteiligter Künstler), machen sie gar zu „ihren Eigenen“: nämlich, aus dem Kunsthaus eine Art Kulturladen mit vielfältigem Angebot zu machen und alles so ganz schön offen. Mit einem angestellten Kurator als oberste Instanz für Kunstfragen stellen sie dieses Programm jetzt lautstark, mit wohl gesonnener Pressebegleitung vor.

Mit einer Präsenz, die sage und schreibe 19 x in Nordbayern vorhanden ist. Langsam aber stetig zeichnen sich die Netzlinien an der Oberfläche in dieser Stadt immer deutlicher ab. So kann man seine Pfründe zumindest vorläufig sichern. Es ist viel von „zeitgemäß“ und „Qualität“ die Rede, Attribute, die „Der Kreis“ und „verdi“ nur noch für sich in Anspruch nehmen und den anderen vehement absprechen. Die viel gepriesene „Zeitgemäße Kunst“ ist tatsächlich als eine „dieser Zeit gemäßen“ zu betrachten, gerade, wenn man sich den Aktien - und Immobilienmarkt ansieht, Chemie, Gesundheitswesen, die Politik und das Missmanagement in vielen Wirtschaftbereichen.

Dies Alles, nur ein aufgeblasenes „Nichts“, das den Bürgern als ein normales „Etwas“ verkauft wird und wer das nicht versteht oder verstehen will, wird umgehend als dumm und ignorant hingestellt, gerade so, wie es im Bereich der Kunst hervorragend gehandhabt wird. Und jetzt kommt der große Staatskünstler Jonathan Meese ins Spiel.

Er wurde von cleveren Kuratoren und Galeristen zum ultimativen Superstar der deutschen Kunst hochgespielt. Wie so etwas möglich ist kann jeder verstehen, der einmal das Buch gelesen hat, „Wer die Zeche zahlt“ von Frances Stonor, erschienen im Saunders Verlag. Ein absolutes Muss für jeden echten Kunstinteressierten! In diesem Buch, dessen Stoff auch schon zweimal als Film im Fernsehen gezeigt wurde, wird der massive Einfluss der Amerikaner auf die deutsche Kultur in Zeiten des kalten Krieges offen gelegt. Diese Einflüsse, so hat man den Eindruck, wirken heute noch mächtiger als je zuvor.

Jonathan Meese ist ein typisches Produkt dieser Gehirnwäscheaktion, die ja auch zur Folge hat, dass das Niveau im Bereich der bildenden Kunst soweit heruntergeschraubt werden konnte, dass alles, aber auch wirklich alles mit dem Heiligenschein der Kunst versehen werden kann. Hauptsache es ist unverständlich, möglichst noch provokativ und Gewinn versprechend.

Dennoch hat Meese, wohl eher aus Versehen, einen wirklich guten Satz von sich gegeben: „Die Kunst ist frei und darf sich nicht der Politik unterwerfen.“ So sein Credo. Aber gerade das Gegenteil davon wird nun von den beleidigten, ehemaligen Vorständen des ANK, die „Kreis“ und „verdi“ angehören, vollzogen und nur einer freut sich, nämlich Dr. Strobel, der legendäre Direktor des KuKuQ (welch schöner Begriff).

Er kann jetzt in aller Ruhe mit seinen gleichgesinnten Künstlerfreunden das Unterhaltungsprogramm starten.

Kukuk, Kukuk, Q, rufts aus dem Wald.

Diese Meinungsbekundung basiert nicht auf einer repräsentativen Meinungsumfrage, sondern ist eine Zusammenfassung von vielseitigen Eindrücken und Meinungen von kunstbegeisterten Menschen, Künstlerinnen und Künstler aus der Kunstszene in Mittelfranken - Nürnberg.

Kommentare

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Solidarisierung mit der AK - Nürnberger Künstlerhaus

Solidarisiert Euch mit der Aktionsgemeinschaft Nürnberger Künstlerhaus - Freunde der Fränkischen Kunst!!

Schickt diese Information bitte an alle Künstlerkolleginnen und Künstlerkollegen weiter.
Auch an Personen, welche ihr für interessiert und wichtig haltet.
Also auch an:

• Politiker,
• Bundeskanzlerin,
• Barack Obama,
• Nelson Mandela,
• Oberbürgermeister,
• Pfarrer,
• Bischöfe,
• Ministerpräsidenten,
• Parteivorstände,
• Bayrischer Rundfunk,
• Sender Freies Berlin,
• Deutschlandfunk,
• Scheibenwischer,
• taz,
• Stern,
• Frankfurter Rundschau,
• Spiegel usw.

Lasst Eurer künstlerischen Phantasie freien Lauf und sprecht alle wichtigen Leute an. Kreis und ver.di dürfen die Leistungen und Errungenschaften der ANK von über drei Jahrzehnten, an welchen sie selbst auch großen Anteil haben, nicht kaputt machen.

Für demokratische und freie Vereinsstrukturen, welche auf der Grundlage von Solidarität und Gemeinnützigkeit für eine unabhängige Künstlerselbstverwaltung eintreten.

• Keine Bevormundung und Zensur der Politik und ihrer Verwaltungsapparate.
• Keine Einmischung in künstlerische Belange und Ausstellungsprojekte.
• Freie Kunst von freien Künstlern für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt.

Kunstschaffende sollen nicht zu "Vorzeigeidioten" von Politik und Verwaltung degenerieren.

Diese Meinungsbekundung basiert nicht auf einer repräsentativen Meinungsumfrage, sondern ist eine Zusammenfassung von vielseitigen Eindrücken und Meinungen von kunstbegeisterten Menschen, Künstlerinnen und Künstler aus der Kunstszene in Mittelfranken - Nürnberg.

Bild von TK plus 07

Nämbercher Kunst Qualidäds-leid-faden

In der Bildenden Kunst gibt es außer der Neuschöpfung keinen tauglichen Maßstab für Qualität. Wie auch, da das Neue ja nicht mit dem Alten vergleichbar ist. Epigonale Werke sind miteinander vergleichbar, wie eben Äpfel mit Birnen vergleichbar sind.

Doch auch hier verschleiert das Wort Qualität mehr als es hilft. Es stammt aus dem lateinischen und hat drei Bedeutungen.
Gemeint ist damit zu allererst die Beschaffenheit. Also das Material, die Technik, die Ausführung und seine Funktion. Dann käme die Güte, welche wiederum von Material, Technik und Ausführung bestimmt wird.
Qualität kann sich aber auch auf den Wert beziehen. Da Kunstwerke in der Regel nur einen ideellen Wert besitzen, lässt dieser sich schlecht fixieren und ist abhängig von der geistig ästhetischen Sendung der Werke und den sinnlichen Fähigkeiten des Rezipienten.
Es sei denn, Kunstwerke finden einen Sammlermarkt. Dann lässt sich der "Wert" monetär beziffern. Das hat wiederum nichts mit dem künstlerischen Wert einer Arbeit zu tun sondern nur mit dem aktuellen Marktwert. Und dieser kann sich enorm variabel gestalten. Er steigt umso mehr, je bekannter und gefragter der Urheber eines künstlerischen Werkes ist.

Die qualitative Determination von Äpfeln und Birnen wäre da viel weniger quälend für die Verwaltung. Außerdem sind diese essbar. Doch, wenn sie niemand essen mag werden sie mit der Zeit ungenießbar (Verfall). Im Gegensatz zu echter Kunst (Unsterblichkeit).

Merke: Je ideeller der Nutzen eines Gegenstandes ist, umso schwieriger wird die Bestimmung seiner "Qualität" (Ausnahme: alte Originalkunstwerke / Gefahr von Fälschungen).

Ein ähnliches Phänomen ist hinreichend und vergleichbar aus der Frage nach der wahrhaftigen Religion (Ringparabel) bekannt. Da kann die sinnliche Wahrnehmung gleich Null sein. Wer dann nichts sieht und auch nichts glaubt ist von allen guten Geistern verlassen.

Lasst Euch nicht vom Qualitätsmobbing der "aardd-lord´s" in Nämberch bluffen!!

Baßd scho!

Diese Meinungsbekundung basiert nicht auf einer repräsentativen Meinungsumfrage, sondern ist eine Zusammenfassung von vielseitigen Eindrücken und Meinungen von kunstbegeisterten Menschen, Künstlerinnen und Künstler aus der Kunstszene in Mittelfranken - Nürnberg.

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Die Kunst – ein Klüngel in Nürnberg?!

Diese Meinungsbekundung basiert nicht auf einer repräsentativen Meinungsumfrage, sondern ist eine Zusammenfassung von vielseitigen Eindrücken und Meinungen von kunstbegeisterten Menschen, Künstlerinnen und Künstler aus der Kunstszene in Mittelfranken - Nürnberg.

Es rumort in der Nürnberger Kunstszene!
In Nürnberg machen die Künstlerverbände "Der Kreis" und die Gewerkschaftsorganisation "ver.di" gegen die Aktionsgemeinschaft Nürnberger Künstlerhaus - Freunde Fränkischer Kunst e.V. mobil.

Damit verraten diese beiden Organisationen endgültig die Ideale und Ziele für welche sie selbst an der Seite von freien und solidarischen Nürnberger Künstlerinnen und Künstlern seit Jahrzehnten in der ANK gekämpft haben und eingetreten sind. Sie stellen ihre opportunistischen Privatinteressen über die Interessen unserer Gemeinschaft.

Das Künstlerhaus und auch die heutige Kunsthalle wurden einst von privaten Stiftern für die Nürnberger Künstlerschaft errichtet. Die Stadt hat diese Stiftungen angenommen und die Grundstücke, auf welchen sich die Häuser befinden, zur Verfügung gestellt. Leider sind heute, fast 100 Jahre später, keine Stiftungsdokumente mehr vorhanden. Der Wille der Stifter wurde inzwischen, was die Nutzung von Künstlerhaus und Kunsthalle angeht, weitgehend den Vorstellungen der Stadt unterworfen.

Die ANK tritt für die Rückführung und den Verbleib der Nürnberger Künstlerschaft im Künstlerhaus ein. Die künstlerische Freiheit der Kunstschaffenden und ihre seit Jahren funktionierende autonome Selbstverwaltung soll in den Räumen des Kunsthauses im Künstlerhaus mit Hilfe der SPD-Stadtratsfraktion, Teilen der Nürnberger Presse und der Leitung des KunstKulturQuartiers endgültig dem Machtanspruch der KuKuQ-Leitung unterworfen werden.

Dieser Verwaltungsapparat versteht sich nicht als eine, den dort ehrenamtlich tätigen Vereinen dienende Einrichtung sondern profiliert sich durch Bevormundung, Streichung von Ausstellungen und, mehr oder weniger latent, Drohungen mit dem Rauswurf. Dort, wo autoritäre Herrschaftsstrukturen ansetzen um einer dem Gemeinwohl dienenden zivilen Bürgergesellschaft den Garaus zu machen, finden sich opportunistische Personen und Gruppen, welche hieraus persönliche Vorteile ziehen wollen.

Ich fordere alle Künstlerinnen und Künstler auf, sich von den Bestrebungen von "Kreis" und von "ver.di" zu distanzieren.

Tretet ein für eine selbstverwaltete Interessenvertretung unter dem Dach der Aktionsgemeinschaft Nürnberger Künstlerhaus - Freunde der Fränkischen Kunst e. V. (ANK). Setzt nicht auf die Willkür und den Opportunismus einer losen Allianz von Kreis und ver.di. In der ANK findet ihr in den Reihen der verbliebenen Vereine ( BBK, GEDOK, KVE, Künstlerbund Schwabach ) Euren festen Platz in unseren Reihen. Falls ihr nicht zu einem der genannten Vereine gehört oder gehören wollt, könnt ihr auch als Einzelmitglied in die ANK eintreten.

Stellt die Vorstände von Kreis und ver.di wegen der Entscheidung, sich aus dem Verbund der ANK zu lösen, zur Rede. Der Austritt aus der ANK ist nicht zu letzt geschehen, weil sie bei den demokratischen Wahlen der ANK im Vorjahr ihre Vorstandsposten in der ANK verloren haben.

Fragt sie, ob sie sich genau so nachtragend unsolidarisch verhalten werden, wenn sie einst auch nicht mehr an die Spitze Eurer Vereine ( Kreis und ver.di ) gewählt werden. Fragt weiter, ob sie dann auch versuchen werden, Eure Vereine ( Kreis u. ver.di ) kaputt zu machen.