
Sei mir gegrüßt, du lieber Mai, mit Laub und Blüten mancherlei! (W. Busch) Aber woran denken Sie noch? An den Tag der Arbeit, rote Fahnen und Gewerkschaftsumzüge, an aufkommende Frühlingsgefühle, Vogelgezwitscher und Wonnemonat, oder der Mai ist gekommen und die Kunstausstellungen schlagen aus?
Der Mai 2009 hält große Kunstausstellungen bereit, die Sie nicht versäumen sollten. treffpunkt-kunstgalerie und die Internetgalerie artnori empfehlen Ihnen eine interessante Kunstreise.
Titelbild: Andreas Gefe, Lady Snowblood, Acryl auf Leinwand, 2006, © Karikatur & Cartoon Museum Basel
Starten wir von Basel aus mit der ersten großen Ausstellung im Mai: Vincent van Gogh - Zwischen Erde und Himmel: Die Landschaften“ in Basel
Mit dem Ausstellungstitel „Zwischen Erde und Himmel: Die Landschaften“ zeigt ab 26. April 2009 das Kunstmuseum Basel in einer spektakulären Gesamtschau die Landschaftsbilder der Künstlerlegende Van Gogh. Nach der großen Kandinsky-Ausstellung in München wird die Ausstellung in Basel damit zum wichtigsten europäischen Kunstereignis 2009.
Mehr als eine halbe Million Kunstinteressierte erwartet das Museum Basel in den nächsten Monaten in einer großen Van-Gogh-Schau. Ab Sonntag ist in Basel weltweit erstmals eine umfassende Übersicht zur Landschaftsmalerei von Van Gogh zu sehen. In einer spektakulären Gesamtschau zeigt das Kunstmuseum Basel weltweit zum ersten Mal die Landschaftsbilder der großen Künstlerlegende Vincent van Gogh. 70 Gemälde – sowohl weltbekannte Schlüsselwerke als auch bisher der Öffentlichkeit kaum bekannte Bilder – eröffnen einen neuen Zugang zur Kunst van Goghs. mehr: http://www.treffpunkt-kunstgalerie.de/kunstmuseum-basel-zeigt-vincent-van-gogh
Falls Sie die Wartezeit zu der Ausstellung „Zwischen Erde und Himmel: Die Landschaften“ in Basel überbrücken wollen, empfehlen wir Ihnen ein besonderes Kunstschmankerl im Karikatur & Cartoon Museum in Basel: Erotik Tomi Ungerer, Erotik – Frühlingsgefühle: Veronika der Spargel…….
«Geschlecht ist nicht so schlecht», meint der Zeichner Tomi Ungerer, der sich selbst einen Erotomanen nennt und sich in seiner Arbeit immer wieder mit Erotik auseinandersetzt. Das Cartoonmuseum Basel pflichtet ihm bei und versammelt in der Ausstellung «Erotik» Geschlechtliches aus drei Jahrhunderten. Eine breite Auswahl von Werken internationaler Künstlerinnen und Künstler sorgt für ein lustvolles, abwechslungsreiches Nebeneinander von unterschiedlichen künstlerischen Positionen im Spannungsfeld von bloß Angedeutetem, eher Zweideutigem und sehr Eindeutigem.
Ausstellung: 29.4.2009 – 27.9.2009 Quelle: Cartoonmuseum Basel St. Alban–Vorstadt 28 CH–4052 Basel Öffnungszeiten Di–Sa 14–17 Uhr, So 10–17 Uhr Weiterführende Informationen unter: http://www.cartoonmuseum.ch/index.cfm
Auf der Reise vom Süden nach Osten zur Kunstmetropole Berlin empfehlen wir, als eine Art Zwischenverpflegung, die Kunstveranstaltungen und Ausstellungen in Altkirch/Fr, Straßburg/Fr und Stuttgart zu besuchen:
ALTKIRCH (Elsass) Chhttt…
Das Wunderbare in der zeitgenössischen Kunst bis 10. Mai 2009 Nach dem wunderbaren Spektakel der Ausstellung Waoohhh! präsentiert der zweite Teil der Erkundung des Themas im CRAC Alsace mit dem Titel Chhttt… Werke, bei denen das Wunderbare konzeptueller und minimalistischer ist: das Wunderbare, das vielmehr aus einer gewissen Art der Betrachtung oder der Verzauberung des Alltäglichen, des Banalen, des verschwindend Kleinen entsteht.
Das Interesse der in Chhttt… vertretenen Künstler liegt auf folgender Erkenntnis: Das Wunderbare ist nicht als solches wunderbar, sondern nur in seiner Beziehung zur Wirklichkeit. Es lässt sich also etwas Wunderbares schaffen, egal auf welche Realität diese Beziehung anwendet wird und sei sie auch noch so alltäglich, banal und nichtig. Sodann wird jenes enthüllt, das für gewöhnlich nicht bemerkt wird: das, was im Verborgenen der Realität liegt.
 
Bild: Guido Van der Werve, I don't want to get involved in this, 2005, image extraite de la vidéo 'Nummer vier', Photographie couleur, Courtesy Galerie Juliette Jongma, Amsterdam
Die von den Künstlern verwendeten Mittel zur Erkundung dieses Verborgenen und zur Hinterfragung unserer Wahrnehmung sind zahlreich: subtile Spiele, in denen Bilder und Objekte auftauchen und verschwinden (Simon Schubert, Estefania Peñafiel Loaiza, Yves Chaudouët), sich langsam bewegende Körper (Robert Breer), die Schwingung von Licht, Farbe und/oder Linie (Jugnet + Clairet, Sandra Böhme, Camila Oliveira Fairclough), das Andeuten von Elementen des Universums durch einfache Gegenstände und Prozesse (Bruno Peinado, Pierre Ardouvin, Pierre Alferi) usw.
Das Wunderbare an den Werken in Chhttt… liegt vielleicht einfach nur darin, dass sie neue, unerwartete, ungewöhnliche und doch wesentliche Fragen aufwerfen: Schmilzt der Schnee, wo bleibt das Weiß? (Rémy Zaugg)
Quelle: CRAC ALSACE 18, Rue du château 68130 ALTKIRCH (F) Öffnungszeiten: Ouvert du mardi au vendredi : 10h - 18h et le week end: 14h30 - 19h. Ouverture les jours fériés
Museumsnacht in Straßburg 16. Mai 2009
Wie bereits in den vergangenen Jahren beteiligen sich die Museen der Stadt Straßburg auch 2009 an der landesweiten „Museumsnacht", die das französische Ministerium für Kultur und Kommunikation dieses Jahr zum fünften Mal veranstaltet. In der vorjährigen Museumsnacht kamen 28.000 Besucher in die Straßburger Museen. In der diesjährigen Museumsnacht öffnen die Straßburger Museen am Samstag, den 16. Mai von 19.30 bis 01.00 Uhr ihre Pforten (letzter Einlass: 00.30 Uhr).
Sie warten mit einem ausgesprochen vielfältigen Angebot auf, das sich an Besucher aller Schichten und Altersgruppen richtet.
Es erwartet Sie ein besonderes Ereignis: die romantische Stadt Strasbourg in Verbindung mit der zeitgenössischen Kunst. Ausführliches Programm der Nacht der Museen 2009: http://www.musees-strasbourg.org/index.php?page=musees-de
Museum für moderne und zeitgenössische Kunst: Im Zusammenhang mit der Ausstellung „Art is Arp", die das Museum für moderne und zeitgenössische Kunst dem Straßburger Künstler widmete, hatten die Besucher die Gelegenheit zur Besichtigung dieses herausragenden Werks der bildenden Kunst, an dessen Entwurf Hans Jean Arp mitgewirkt hatte.
Stuttgart – Landesmuseum Württemberg
präsentiert die 6. MuseumsMesse angewandter Kunst Verkaufsausstellung vom 14. bis 17. Mai 2009 Bereits zum 6. Mal präsentiert der Bund der Kunsthandwerker Baden-Württemberg in Kooperation mit dem Landesmuseum Württemberg über 50 Werkstätten und Ateliers mit fantasievollen Arbeiten.
Zu entdecken gibt es Gold- und Silberschmuck, Mode, Taschen, Hüte, Glaskunst, Holz- und Keramikwaren sowie Metall- und Papierobjekte. Die Verkaufsmesse steht unter der Schirmherrschaft I.K.H. Diane von Württemberg und wird am Mittwoch, 13. Mai 2009 um 18 Uhr im Landesmuseum Württemberg eröffnet. Das Kunstgewerbemuseum im Landesmuseum befindet seit 1969 im Alten Schloss in Stuttgart.
Weiterführende Informationen unter: http://www.kunsthandwerk.de/
Ankunft in Berlin:
„Sechzig Jahre. Sechzig Werke“ im Martin-Gropius-Bau von 1949 bis 2009. Erleben Sie 60 Jahre Geschichte und Kunst aus der Bundesrepublik Deutschland im Zeitraffer Am 23. Mai 1949 um 24:00 Uhr trat das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland in Kraft und gilt somit als Gründungsdatum der Parlamentarischen Republik.
Anlässlich dieses Jubiläums zeigt der Martin-Gropius-Bau vom 1. Mai bis 14. Juni die Ausstellung Sechzig Jahre. Sechzig Werke. Präsentiert werden sechzig herausragende Arbeiten der Jahre 1949 bis 2009 von deutschen Künstlern, die das Kunstgeschehen national und international geprägt haben. Die Bandbreite der Werke reicht von Malerei und Grafik über Skulptur und Installation bis zur Fotografie.
Ein besonderes Erlebnis der deutschen Kunstgeschichte. Sechzig renommierte Künstler der zeitgenössischen Kunst in Deutschland präsentieren ihre Werke: Kai Althoff, Horst Antes, Stefan Balkenhol, Georg Baselitz, Willi Baumeister, Christiane Baumgartner, Bernd und Hilla Becher, Joseph Beuys, Anna und Bernhard Blume, Walter Dahn / Jiri Dokupil, Hanne Darboven, Günther Förg, Rupprecht Geiger, Isa Genzken, K.O. Götz, Bruno Goller, Gotthard Graubner, Andreas Gursky, Hans Hartung, Eberhard Havekost, Werner Heldt, Georg Herold, Gerhard Hoehme, Karl Hofer, Candida Höfer, Rebecca Horn, Jörg Immendorff, Anselm Kiefer, Martin Kippenberger, Konrad Klapheck, Imi Knoebel, Norbert Kricke, Markus Lüpertz, Wolfgang Mattheuer, Jonathan Meese, Olaf Metzel, Ernst Wilhelm Nay, Carsten Nicolai, Marcel Odenbach, Albert Oehlen, Palermo, A. R. Penck, Otto Piene, Sigmar Polke, Neo Rauch, Tobias Rehberger, Daniel Richter, Gerhard Richter, Thomas Ruff, Reiner Ruthenbeck, Bernard Schultze, Emil Schumacher, Thomas Schütte, Thomas Struth, Wolfgang Tillmans, Rosemarie Trockel, Günther Uecker, Hans Uhlmann, Franz Erhard Walther, Corinne Wasmuht und WOLS.
Ausstellung: 1. Mai – 14. Juni 2009, Martin-Gropius-Bau, Berlin Adresse: Martin-Gropius-Bau Berlin, Niederkirchnerstraße 7 | Ecke Stresemannstr. 110, 10963 Berlin
Öffnungszeiten: täglich 10–20 Uhr, auch an Feiertagen
Weiterführende Informationen unter: http://www.60jahre-60werke.de/zurausstellung.html
 
Weitere interessante Ausstellungstermine können Sie in unserem Veranstaltungskalender einsehen: http://www.treffpunkt-kunstgalerie.de/veranstaltungskalender
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