Kunsthalle Hamburg - Edgar Degas. Intimität und Pose

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06.02.2009 - 00:00
03.05.2009 - 23:59

Im Mittelpunkt der Ausstellung steht Degas’ einzigartige Perspektive auf den weiblichen Körper. Denn anders als viele seiner Zeitgenossen richtete der Bildhauer Degas seinen Blick nicht primär auf die inszenierte Pose, sondern auf die Körperhaltungen und Bewegungen im unbeobachteten Moment.
Das Resultat seiner Arbeit sind „intime Posen“: Tänzerinnen, die Ballettpositionen proben, ihre Schuhe schnüren oder ihre Füße betrachten, und Frauen beim Kämmen oder Waschen.

Zeitlebens schuf der französische Impressionist Edgar Degas (1834-1917) neben seinen bekannten Pastellen und Gemälden auch zahlreiche Plastiken, die er jedoch der breiten Öffentlichkeit vorenthielt. Erst kurz nach seinem Tod konnten die Tänzerinnen, Badenden und Rennpferde, die er aus Wachs modelliert hatte, gesichert und 1919 in Bronze gegossen werden. Die Ausstellung Intimität und Pose zeigt den kompletten Bestand der 73 Originalabgüsse.
Zu seinen Lebzeiten hatte Degas nur eine der Wachsfiguren präsentiert: Die Kleine Tänzerin von 14 Jahren erregte 1881 auf der sechsten Impressionisten-Ausstellung mit ihrem ungewöhnlichen Naturalismus großes Aufsehen.

Quelle: Kunsthalle Hamburg
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