Kunstmuseum Basel zeigt Vincent van Gogh

Bild von d´Or ange

Bauernhaus in der Provence Juni 1888 National Gallery of Art Washington- ©Kunstmuseum BaselMit dem Ausstellungstitel „Zwischen Erde und Himmel: Die Landschaften“ zeigt ab 26. April 2009 das Kunstmuseum Basel in einer spektakulären Gesamtschau die Landschaftsbilder der Künstlerlegende Van Gogh. Nach der großen Kandinsky-Ausstellung in München wird die Ausstellung in Basel damit zum wichtigsten europäischen Kunstereignis 2009. Mehr als eine halbe Million Kunstinteressierte erwartet das Museum Basel in den nächsten Monaten in einer großen Van-Gogh-Schau. Ab Sonntag ist in Basel weltweit erstmals eine umfassende Übersicht zur Landschaftsmalerei von Van Gogh zu sehen.

Titelbild: Bauernhaus in der Provence Juni 1888 National Gallery of Art Washington- ©Kunstmuseum Basel

In einer spektakulären Gesamtschau zeigt das Kunstmuseum Basel weltweit zum ersten Mal die Landschaftsbilder der großen Künstlerlegende Vincent van Gogh. 70 Gemälde – sowohl weltbekannte Schlüsselwerke als auch bisher der Öffentlichkeit kaum bekannte Bilder – eröffnen einen neuen Zugang zur Kunst van Goghs.

Die Landschaften, in denen van Gogh lebte, haben ihn und seine Kunst zutiefst geprägt. Die Ausstellung macht die Kontinuität seiner künstlerischen Suche zum ersten Mal ausschließlich an Hand der Landschaftsgemälde sichtbar.

Kornernte in der Provence, Juni 1888, The Israel Museum, Jerusalem -

Bild: Kornernte in der Provence, Juni 1888, The Israel Museum, Jerusalem - ©Kunstmuseum Basel

In allen Perioden seiner kurzen Schaffenszeit feierte van Gogh in seinen Werken die Einzigartigkeit und Schönheit der Schöpfung. Die Ausstellung zeigt das gesamte Panorama von van Goghs Welt: Dorf- und Stadtlandschaften, Gärten, Parks, Felder, Olivenhaine oder auch Weinberge. Die erstmalige übergreifende Präsentation von van Goghs Landschaften macht es möglich aufzuzeigen, in welchen Werkzusammenhängen der Künstler dachte. Sein ursprünglich thematisches Interesse am Zyklischen in der Natur übertrug er auf das Prinzip von Werkserien und -zyklen. Ausschnittsweise werden diese Zyklen und werkübergreifenden Formen, mit denen van Gogh experimentierte, in der Ausstellung rekonstruiert. Mit den Auftritten des Sämanns und des Schnitters, mit Themen wie der Obstblüte und der Kornernte betont er den Kreislauf der sich stets erneuernden Naturkräfte.

Die Ausstellung dokumentiert seine intensive Verbundenheit mit der Natur anhand von vielen herausragenden Werken wie Weizenfeld mit Korngarben aus der Honolulu Academy of Arts, Die Ebene La Crau bei Arles mit blühenden Pfirsichbäumen aus der Courtauld Gallery, London, oder Olivenbäume mit Les Alpilles im Hintergrund aus dem Museum of Modern Art, New York.

Ausstellung: 26. April – 27. September 2009

Quelle: Kunstmuseum Basel St. Alban-Graben 8, Postfach CH-4010 Basel Kunstmuseum und Museum für Gegenwartskunst Öffentliche Kunstsammlung Basel

Weiterführende Informationen unter:

http://www.kunstmuseumbasel.ch

 http://www.vangogh.ch/

Vincent van Gogh Kurzbiografie: 1853–1880 Geburt, Schulzeit und erste Berufserfahrungen Vincent Willem van Gogh kommt am 30. März 1853 als erstes von sechs Kindern in einer Pastorenfamilie auf die Welt. Vier Jahre später wird sein Bruder Theo, Vincents wichtigste Bezugsperson, geboren. Nach seiner Schulzeit tritt van Gogh 1869 in einer Den Haager Kunsthandlung eine Lehrstelle an. Da sich van Gogh aber nur beschränkt für den Kunsthandel interessiert, kündigt er seine Stelle nach sechs Jahren. Zwischen 1876 und 1880 arbeitet er in England und in Belgien u.a. als Hilfsprediger. Van Gogh leidet zunehmend unter dem Druck, einen Beruf für sich zu definieren, der ihn ernähren, aber auch geistig erfüllen würde. Seine Bemühungen, sich in die Gesellschaft einzuordnen, scheitern – ebenso sein Versuch, ein Theologiestudium aufzunehmen.