Lars Herrmann mysterium fantasticum – Hommage à Massimo Rao

Bild von hazel

Lars HerrmannLars Herrmann stellt aus in der Galerie " kleines atelier " ab 28. September 2008 in Fürth. Ausstellung: Lars Herrmann „mysterium fantasticum – Hommage à Massimo Rao” Lars Herrmann zeigt erstmals in Fürth seine zum Teil großformatigen Zeichnungen. Sie erinnern in ihrer Ausführung an die graphischen Blätter alter Meister – sind jedoch oftmals mit Kugelschreiber in altmeisterlicher Technik ausgeführt.

Die Wirkung der meisten Bilder Herrmanns basiert auf Lautlosigkeit, Melancholie und Einsamkeit. Dennoch spielen Dynamik und Bewegung als Ausdruck des Menschen und der Landschaft eine entscheidende Rolle im Werk Herrmanns.

Dies sicherlich nicht zuletzt auch deshalb, um der Freude am Studium des menschlichen Körpers, des Gesichtes, der borkigen Baumrinde sowie des wirbelnden Wassers frönen zu können. Mit mächtigen, sich windenden Kräften versuchen sich Mensch und Natur aus ihren Gefangenschaften zu befreien. Bei genauerem Hinsehen wird dem Betrachter jedoch klar: Kein physisches Gefängnis wird dargestellt, sondern der Ausdruck eines inneren Kampfes, das Nachaußenkehren der Seele. Vielleicht ist es aber auch das Resultat des Versuchs, die sich im Moment des Zeichnens zu etwas Greifbarem herausbildende Imagination für die Ewigkeit auf dem Zeichenblatt zu fixieren.

Lars Herrmann – mysterium fantasticum – Hommage à Massimo Rao

kleines atelier, Hirschenstraße 31, 90763 Fürth

Öffnungszeiten: Donnerstag / Freitag 14:00–19:00 Uhr Samstag 10:00–16:00 Uhr

Eröffnung: Sonntag, 28. September 2008, um 19:00 Uhr

Ausstellungsdauer: 28. September bis 15. November 2008

 

Lars Herrmann

 

Kommentare

Bild von Ikone

Massimo Rao

Das künstlerische Werk des Massimo Rao lernte wurde mir vor ungefähr fünf Jahren nach dem Besuch einer Tibor-Csernus-Ausstellung im Panoramamuseum in Bad Frankenhausen bekannt.

Übrigens: Bad Frankenhausen ist seit mindestens fünfzehn Jahren die Adresse für figürlich-phantastische Kunst.

Leider lernte ich Massimo Rao nur in Katalogform kennen. Dennoch vertiefe ich mich seitdem in das Werk dieses italienischen Künstlers.
Es steht vollkommen außerhalb jeglicher Kunstströmung unserer Zeit – eine Singularität!
Trotz seines nur kurzen Lebens (*1950-†1996) schuf Massimo Rao ein formvollendetes, handwerklich gediegenes sowie ein gedanklich tiefgründig-melancholisches Gesamtwerk.
Die Verletzlichkeit der nach innen gewandten Bildsprache äußert sich nicht zuletzt in der meditativen Poesie der Bildtitel.