
Lüpertz zählt zu den wichtigsten Vertretern der „Neuen Wilden“, die eine neue, expressive Malerei pflegten. Er setzte sich in seinen Bildern vor allem in den 1970er Jahren mit der deutschen Teilung auseinander. Seit 1980 entwirft er Bühnenbilder und arbeitet auch plastisch, wobei einige seiner öffentlich aufgestellten Skulpturen, wie die „Aphrodite“ in Augsburg oder der „Mozart“ für Salzburg wegen ihrer unakademischen und heftigen Modellierung Proteste auslösten.
Erstmals ist Lüpertz an drei Ausstellungsorten gleichzeitig in Bayern zu sehen: Mit rund 250 Werken ist es seine bisher größte Ausstellung in Bayern:
Sein skulpturales Werk findet in der St-Anna-Kapelle Platz, während sein malerisches Werk im Museum Moderner Kunst ausgebreitet wird, im Medienzentrum werden großformatige, aktuelle Arbeiten gezeigt. Lüpertz, 1941 geboren im böhmischen Reichenberg, aufgewachsen im Rheinland, studierte in Krefeld und Düsseldorf. 1960 ging er nach West-Berlin und schloss sich einer Gruppe von Künstlern an, die sich der gegenständlichen Malerei verschrieben hatten. Mit ihnen gründete er die Selbsthilfegalerie Großgröschen 35. 1970 erhielt Lüpertz den Villa Romana-Preis, 1976 folgte eine Berufung an die Akademie in Karlsruhe, 1986 der Ruf nach Düsseldorf, dort wurde er 1988 Rektor der Akademie.
Heute lebt und arbeitet Markus Lüpertz in Berlin, Karlsruhe, Düsseldorf und Florenz.
Quelle/ Copyright: MUSEUM MODERNE KUNST Wörlen Passau
Bräugasse 17
94032 Passau
Öffnungszeiten Museum:
Dienstag - Sonntag von 10 - 18 Uhr
Weiterführende Informationen unter:
http://www.mmk-passau.de/index.php?option=com_frontpage&Itemid=1
Bild 1: Titan 2006, Bronze bemalt
Bild 2: Männer ohne Frauen, Parsifal 1993, Tempera -Öl auf Leinwand
 
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