
Für die Kunst stellt sich heute mehr denn je die Frage: ist es Technik oder Idee? - Beides vielleicht - wie eh und je... Der erste Satz auf meiner Homepage steht durchaus programmatisch für meine Arbeiten und soll hier den Auftakt geben zur Fortführung meiner Überlegungen zur einer ästhetischen Theorie ganz im Sinne der nun gar nicht mehr so neuen Medien..
Viele Leute glauben, der Computer als Medium der Kunst setze lediglich voraus, daß man einen oder mehrere Buttons anklickt und schon entstehen - wie Eva aus einer Rippe Adams - Bilder, Zeichnungen, Grafiken und virtuelle Skulpturen...
Die Fortsetzung des Gedankens lautet ungefähr so: Welche neuartigen Materialien, welche besonderen Techniken, ungewöhnlichen Konzepte, welches angesammelte Wissen und schließlich welche Überzeugungen es sind, die in ihrem kaum analysierbaren Zusammenwirken das Kunstwerk im Einzelnen begründen, hat, sobald das Werk vollendet ist, Bedeutung ausschließlich für den Betrachter. Er wird die Einheit des Bildes, der Skulptur, Installation o.a. nach seiner zufälligen, das heißt individuellen Perspektive in die für ihn wahrnehmbaren und damit für ihn verstehbaren Momente zerlegen. Nur so ist es zu verstehen, daß die einen für das Blau von Vermeer schwärmen, andere für das des Yves Klein. Wieder andere suchen in Kunstwerken die beruhigende Wirkung von Sedativen, finden indes den tonisierenden Effekt stets unzureichend.
Kommentare
Digital Art
Hallo felgefaba,
ich kann bestätigen dass mehr dazu gehört als nur Buttons am Computer zu drücken um eine fertige Arbeit zu erhalten. Sicher ist er eine Erleichterung und es ist ein "anderes" Arbeiten mit diesem Medium. Aber er ersetzt keineswegs Ideenreichtum oder Fertigkeiten die man sich im Laufe der Jahre erarbeitet hat.
Ein Programm wie Photoshop oder Painter ist für mich die Palette und Malgrund in einem um meine Ideen zu verwirklichen. Ohne malerische und künstlerische Fähigkeiten wird man hier ganz schnell scheitern. In meiner täglichen Arbeit merke ich dass es noch viel Zeit brauchen wird bis die Akzeptanz dieses Mediums weiter wachsen wird. Ich verwende genauso Stifte und Pinsel, nur werden eben diese mittels eines Grafiktablettes drucksensitiv und elektronisch an das Programm weiter gegeben.
Ich glaube das andere Nationen da schon weiter sind.
Lasse mich aber gerne eines besseren belehren sollte ich mich da täuschen.
Ist es nicht das Resultat das zählt?
In diesem Sinne einen kreativen Gruss
Ralf Kunstmann
Kommentar
Danke für den Kommentar, Ralf Kunstmann, und natürlich für den kreativen Gruß. Ich werde gleich noch eine Fundstelle einkopieren, die den am PC arbeitenden Künstler betrifft: Die Frage, was ist ein Original, gibt es definierte, definitive Kriterien und wenn ja, welches sind diese Kriterien? Das ist von Interesse für all jene, die der Leinwand abgeschworen haben, wenn nicht in toto, so doch als dem einzig wahrhaft authentischen Träger bildnerischen Ausdruckswillens.
Beste Grüße
Falk Bayerl
Die Kunst der Zukunft
Herzlichen Dank für das zukunftsorientierte Thema!
Die Grenze zwischen der digitaler Kunst im engeren Sinne und der computergesteuerten Kunst und der Grafik, eine bekannte Kunstform der der klassischen Kunstdisziplinen, wird zunehmend fließender.
Wir bereiten zurzeit einen Bericht vor, mit der Bitte die Aktion hier im Forum zu unterstützen.
Es ist zu erwarten, dass in den nächsten Jahren neue Bilderwelten mit überzeugender künstlerischer Aussagekraft entstehen.
Diese Kunstart gehört jetzt schon unumstritten die Zukunft, auch wenn manche Kunstkritiker es nicht wahr haben wollen.