Oechsner Galerie zeigt Sebastian Kuhn „parallax“

Bild von Ikone

Sebastian Kuhn „parallax“Der Ausstellungstitel »parallax« bezieht sich auf das aus dem Griechischen stammende Wort Parallaxe, die scheinbare Änderung der Position eines Objekts, wenn der Beobachter seine Position verändert. Hält man beispielsweise die eigene Hand vor das Gesicht und betrachtet sie abwechselnd mit dem linken und dem rechten Auge, so verschiebt sich das Bild der Hand vor dem weiter entfernten Hintergrund.

Auf der wechselnden Position des Betrachters - im räumlichen wie auch gedanklichen Sinn - gründet auch das Sehen und Erleben der Skulpturen Sebastian Kuhns. Sebastian Kuhn hat Bildhauerei bei Tim Scott und Claus Bury an der Akademie der Bildenden Künste Nürnberg studiert.

Nach Studienaufenthalten in Santiago de Chile und Hiroshima und einem einjährigen DAAD Stipendium am Wimbledon College of Arts in London hat er im vergangenen September den Kunstförderpreis des Bayerischen Staatsministeriums erhalten.

Kuhn arbeitet am und um den Begriff Skulptur. Er nimmt einerseits Bezug auf kunsthistorische Entwicklungen wie die Entmaterialisierung des Barock, andererseits spielt er in innovativer Weise mit der Wahrnehmung des Betrachters. In seinen aktuellen Arbeiten setzt er Materialien wie Schichtholz, Acrylglas, Stahl, Kunststoff, Draht und Teppich ein und greift auch zu fertigen Gegenständen. Diese werden oft demontiert und zerlegt und eröffnen durch eine neue Ordnung und Kombination neue Sinnzusammenhänge.

Hierbei spielt der Titel der Arbeiten häufig die Rolle eines weiteren Bausteins. Durch Biegen, Sägen, Verformen und Schrauben schafft er Skulpturen, die abstrakt und figürlich zugleich sind und den Betrachter durch physische und architektonische Charaktereigenschaften einnehmen. Manche Arbeiten bekommen durch ihre Farbzusammenhänge den Anschein von Malerei in der dritten Dimension, doch sind sie es?

Quelle: Oechsner Galerie im Atelier- und Galeriehaus Defet Gustav-Adolf-Straße 33 (Ecke Leopoldstraße) 90439 Nürnberg

Ausstellung: 20. Juni bis 1. August 2009

Eröffnung: Samstag, den 20. Juni 2009 ab 19.00 Uhr

Öffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 14 - 20 Uhr Samstag 14 - 18 Uhr

Weiterführende Informationen unter: http://www.oechsner-galerie.de