Pinakothek in München wird zum IKEA - Museum

Bild von d´Or ange

„Designer - Schüssel“ von Kai Stook © Fotografie W. ZirckelGebrauchsgegenstände als Kunst - ein uralter Hut der klassischen Moderne: Pissoir und Flaschenständer von Marcel Duchamps (*1887) mit den glorreichen Titeln „urinoir werd gekozen“ "Little Triolet with Toilet", references the work of Marcel eigentlich gähnend langweilig. Anfang des 20. Jahrhunderts war’s damals als Bürgerschock gedacht (Dadaismus) hatte aber damals schon nicht so richtig funktioniert wie die Künstler das selbst entsetzt feststellen mussten! Der Dadaismus insbesondere der amerikanische Dadaismus endete somit ebenso schnell wie er begonnen hatte.

Titelbild: „Designer - Schüssel“ von Kai Stook © Fotografie W. Zirckel

Wie sagt man so schön „NIX neues an der Kunstfront“, auch in München nicht mit den Holz- und Stoffplunderdesign der IKEA - Kollektionage. Alter Wein in neuen Schläuchen - nur die Kunstpresse scheint wahrscheinlicher noch abgestumpfter zu sein.

art -Magazin war dabei und sprach mit Florian Hufnagl, Amtsleiter der Neuen IKEA - Sammlung, The International Design Museum Munich, über Design, der IKEA - Vermarktungsstrategie und über Massenware als Museumsexponate. Siehe dazu das Interview art- magazin vom 1.04.2009: http://www.art-magazin.de/design/17036/democratic_design_ikea_muenchen?utm_source=Newsletter&utm_medium=eMail

Für eine Kunstzeitschrift der so genannten „Extra Klasse“ mehr als ein Aprilscherz. Originalton aus dem IKEA- Museum in München: „Ein Problem der Ausstellung zeichnet sich schon bei der Vorbesichtigung ab: Immer wieder muss Petra Hölscher, Konservatorin der Neuen Sammlung, Journalisten ermahnen, die teilweise doch so vertrauten Exponate nicht anzufassen: Das sind Museumsstücke, auch wenn´s Ikea ist"- ………denn die könnten ja zusammenkrachen.

Unter dem Motto «Democratic Design - Ikea» sind neben Objekten aus der Designer-Serie PS auch Klassiker der vergangenen 60 Jahre zu sehen, wie der IKEA - Konzern und das IKEA -Museum mitteilten. Das IKEA- Museum in München können Sie unter anderem das Sofa „Klippan“, der Kinderstuhl „Mammut“ und das weithin bekannte Bücherregal „Billy“ anschauen. An den so genannten „Kultstücken“ sollen Sie als Besucher nachvollziehen können, wie das IKEA - Design-Konzept des Unternehmens umgesetzt wird und welche Rolle die Transportfähigkeit und ökologische Aspekte dabei spielt. Jeder Besucher erhält einen kostenlosen Hochglanzkatalog (80 Seiten) mit folgendem Inhalt: Auflistung der nicht verarbeiteten Schraub- und Montagematerialien sowie die durchgeführten Rückrufaktionen der risikoreichen IKEA - Designerstücke.

Bild: „Designer - Schraubensalat“ von Sven Hasselgreen © Fotografie W. Zirckel

„Designer - Schraubensalat“ von Sven Hasselgreen © Fotografie W. Zirckel

Bleibt noch die Frage? Welches finanzielle Engagement des IKEA- Konzerns war notwendig, um diese Vermarktungsstrategie in einem renommierten staatlichen Museum in München zu realisieren? Die IKEA - Industrie – Ausstellung in bester Ausstellungslage in München läuft vom 3. April bis zum 12. Juli 2009.

Eintrittspreise unter: http:// www.pinakothek.de/pinakothek-der-moderne

Freie Eintrittpreise erhalten Sie in allen IKEA- Möbel Filialen in Deutschland sowie einen Designer - Plastik - HOT DOG.

Kommentare

Bild von TK plus 07

Ikea zieht ins Design-Museum ein

Ein Bericht in der Nürnberger Zeitung von Alexander Altmann
14.04.2009
NN-Bericht unter: http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=1000582&kat=48&man=3