
Was ist schön? Was ist hässlich? Diese Fragen unterlagen insbesondere hinsichtlich der „Schönheit“ seit der Antike umfangreichen Theorien. Das „Hässliche“ wurde dagegen häufig untergeordnet behandelt – allerdings in der Bildsprache gleichfalls interessegeleitet von Kirche und Staat eingesetzt.
Das Thema "Schön und Hässlich" ist überwältigend weit und seit der Auflösung einer Regelästhetik die Sache eines jeden. Das Museum Georg Schäfer bietet einen ungewöhnlichen Zugriff auf den Bestand der Sammlung.
In der Abteilung Arbeiten auf Papier werden folgende Themengruppen behandelt: Das Schöne in Religion und Mythos - Landschaft - Körperbild und Jugendidealisierung - Mode und Karikatur. Aus konservatorischen Gründen erfolgt ab 12.12.2009 eine neue Präsentation von Arbeiten auf Papier, die weitere Bestände öffnet.
Ausstellung: SCHÖN und HÄSSLICH - Dimensionen des Geschmacks
Vom 30. August 2009 bis 18. April 2010
Neben der Ausstellung präsentiert das Museum Georg Schäfer die bedeutendste Privatsammlung der Kunst des 19. Jahrhunderts aus dem deutschsprachigen Raum. Mit Gemälden und Arbeiten auf Papier vom ausgehenden 18. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts
bietet es ein Panorama der unterschiedlichsten Kunstströmungen dieser Zeit – vom späten Rokoko, über Klassizismus und Romantik bis hin zum Impressionismus. Zu den ältesten Bildern der Sammlung zählt Januarius Zicks Bäuerliches Idyll aus
der Zeit um 1760, zu den jüngsten Max Liebermanns Frau Martha Liebermann, entstanden um 1930.
Ein Charakteristikum der Sammlung ist, dass sie umfangreiche Werkblöcke enthält, die einzelne Künstler in einem umfassenden Überblick ihrer Werkentwicklung vorstellen.
Carl Spitzweg ist hier mit der weltweit größten Sammlung seiner Werke vertreten: 160 Gemälde und 110 Zeichnungen. Von Adolph Menzel besitzt die Sammlung über 100 Gemälde, Gouachen und Zeichnungen. Weitere größere Werkblöcke gibt es von Caspar David Friedrich, Georg Ferdinand Waldmüller, von Wilhelm Leibl und seinen Freunden Johann Sperl und Carl Schuch, von Hans Thoma, Josef Wenglein und Josef Wopfner sowie von Max Liebermann und Max Slevogt.
Quelle: Museum Georg Schäfer
Brückenstraße 20
97421 Schweinfurt
Öffnungszeiten:
Di. bis So. von 10 bis 17 Uhr, Do. bis 21 Uhr
Mo. geschlossen
Weiterführende Informationen unter: http://www.museumgeorgschaefer.de
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