Der verbotene Blick auf die Nacktheit

Bild von Ikone

Stiftung museum kunst palast Die Stiftung museum kunst palast ist eines der bekanntesten Museen in Düsseldorf. Kein Wunder, denn mit ca. 9000 qm Ausstellungsfläche bietet das Haus enorm viel Raum für Kunst.

In der Ausstellung „Diana und Actaeon“ werden über 300 Werke von mehr als 200 Künstlern präsentiert. Es handelt sich um Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, Grafiken, Fotografien und Videos aus nationalem und internationalem Museums- und Privatbesitz, die sich in einer einzigartigen Zusammenschau dem sowohl kunst- als auch kulturgeschichtlich interessanten Themenkomplex von Keuschheit und Begehren, von Sehen und Gesehen werden, von Voyeurismus und Exhibitionismus widmen.

Bild oben: Eric Fischl
Bad Boy, 1981
Öl auf Leinwand
167,5 x 244 cm
Privatsammlung, Courtesy Thomas Ammann Fine Art, Zürich
Courtesy: Eric Fischl

Bild 2: Cezanne, Paul
Liegender Akt (Femme Nue”), ca. 1886-1890
Öl auf Karton, 44 x 62 cm
Von der Heydt-Museum, Wuppertal

 Stiftung museum kunst palast

Ausgehend von den Kunstwerken, die sich explizit auf den von Ovid überlieferten Mythos von Diana und Actaeon beziehen, weitet sich der Spannungsbogen der mehr als 300 Werke umfassenden, exklusiv in Düsseldorf gezeigten Ausstellung zu einem in der Kunst aller Epochen gewährten „verbotenen Blick auf die Nacktheit“.

Die Ausstellung handelt zuerst vom attraktiven Begehren, also auch von den verschlungenen Verknüpfungen von Geschlecht und Geschlechtlichkeit mit Schönheit, Wahrheit, Ekstase und auch Tod, sie handelt von Tabus und vom Tabubruch, von Schuld und Bestrafung und von der Erkenntnis, die unschuldig nicht zu haben ist.

Bild 3: Christian Mischke
Leto, 1974
24x30 cm
Aquatintaradierung
Privatsammlung Galerie http://www.artnori.de

 Düsseldorf

Die Schau thematisiert ebenso die ambivalente Faszination des Blickes auf den schönen weiblichen Körper, also die erotische und erotisierende Attraktion lustvollen Hinblickens aber auch das Entsetzen, welches der Anblick der nackten Wahrheit des demonstrativ und schamlos unverhüllten weiblichen Geschlechts beim Betrachter auslösen kann. (Beat Wismer)

Bild 4: Hans Bellmer
Anologien, 1971
38x57 cm
Radierung
Privatsammlung Galerie http://www.artnori.de

Düsseldorf

Quelle /Copyright: Stiftung museum kunst palast Ehrenhof 4-5

40479 Düsseldorf

Öffnungszeiten: Dienstag - Sonntag 11.00h - 18.00h

Weiterführende Informationen unter: http://www.museum-kunst-palast.de/doc2649A.html