Virtuelle Welt: artnori zeigt die ästhetischen Möglichkeiten in der Kunst von Falk Bayerl

Bild von artnori

Virtuelle KunstDer Computer ist das ideale Medium für all jene ungeduldigen Geister, die angesichts der Wiederholung des Alles-schon-einmal-dagewesenen in der Kunst ausrufen: Schön, wagen wir einen neuen Versuch, nun aber mit mehr Elan und Rasanz!

Wohl wissend, dass sie ihr Versprechen ganz nicht werden einlösen können. Es wird etwas Neues sein, so überraschend neu und bekannt zugleich wie einst das fotographische Porträt neben dem gemalten ein und desselben Menschen.

Welche ästhetischen Möglichkeiten, um nicht zu sagen Welten, im Computer verborgen liegen und es noch zu heben gilt, dazu braucht es eher den wissenschaftlich Inspirierten, als den Spontanen: Er allein wird in der Lage sein, Artefakte hervorzubringen durch seine Neigung zum Kalkül und seiner reflektierten Leidenschaft für die Kunst.

Und Reflexion heißt in der Kunst, arbeiten an dem, was auf dem Weg ist, erst noch zu werden. Welche Materialien, welche Techniken und Konzepte, welches angesammelte Wissen und schließlich welche Überzeugungen es sind, die das Kunstwerk in seinem einzigartigen Entstehen bestimmen, hat – sobald das Werk erst einmal vollendet ist – Bedeutung ausschließlich für den Betrachter.

Er wird die Einheit des Bildes, der Skulptur, Installation o.a. in für ihn wahrnehmbare und damit deutbare Momente zerlegen und in eine, seine ureigene Sprache übertragen. Nur so ist es zu verstehen, dass die einen für Vermeer-Blau schwärmen, andere für das Blau des Yves Klein. Wieder andere suchen im Kunstwerk die beruhigenden Wirkungen von Sedativa, finden diese dort aber stets nur höchst unvollkommen.

Schwarz ist Weiß und Weiß ist Schwarz - Shakespeare: Macbeth

Quelle: Falk Bayerl/artnori

Weiterführende Informationen zum Künstler und zu seinen Werken unter http://www.artnori.de – Künstler: Falk Bayerl