
Ungegenständliche Fotografie – ein Widerspruch in sich? Nein, denn Elke Schmalfeld schafft es, in ihren Bildern Visionen sichtbar zu machen. Mit Hilfe von Zeit, Blende und der Simulation analoger Dunkelkammertechniken gelingt es ihr, das Motiv so zu abstrahieren, dass das ursprüngliche Sujet verschwindet und die Wirklichkeit hinter der Realität zum Vorschein kommt. „ Die Fotografie muss sich von der reinen Abbildung lösen und Visionen sichtbar machen“, postuliert Elke Schmalfeld.
Titelbild: "Lithomorphose 7: Morgenlicht" 2009, Color Fotoprint, Auflage 25, Abmessungen 75x50 und 120x80,  ©artnori
Digitale Kunst muss nicht ausschließlich am Computer entstehen. Auch auf rein fotografischem Wege gelingt es der Künstlerin, Unbewusstes sichtbar und Unsichtbares bewusst zu machen. Denn die Zeit, oder besser das Spielen mit der Zeit, prägt ihre Fotokunst. Elke Schmalfeld macht mit Hilfe der Fotografie Zeitabläufe sichtbar – nicht filmisch – sondern auf eine Art, die die Bewegung im Stillstand visualisiert. Dabei bedient sie sich verschiedener Mittel: Neben direkt fotografierten Motiven, deren Abstraktion durch außergewöhnliches Licht oder einen bestimmten Ausschnitt entsteht, arbeitet die Künstlerin mit Composing, Überlagerung mehrerer Bilder und Fotomontagen, um ihre Visionen Wirklichkeit werden zu lassen.
Der Betrachter betritt vertrautes Terrain und sieht sich mit einem Spiel der Zeit konfrontiert. Sinnbildlich mit Wind, Wellen, Sand und Steinen werden Sekundenbruchteile, Vergänglichkeit und Ewigkeit visuell umgesetzt.

Bild: „Lithomorphose “ Elke Schmalfeld, ©artnori
Die Serie „Lithomorphose“ ist eine Arbeit in 9 Teilen, von denen zwar jeder Teil für sich stehen kann, in der Gesamtheit jedoch symbolisieren sie das Werden und Vergehen von Steinen im Wandel der Erdgeschichte: „Wasser, Wind, Sand, Möwen – alles ist in Bewegung. Das Leben der Steine läuft in einem sehr viel langsameren Rhythmus ab. Begibt man sich in die Zeitebene der Steine, verschwimmt die Bewegung des Wassers zu einem Licht, das sie umgibt und sich an ihnen reibt.
Verlangsamt man sich noch weiter, werden sich auch die ewig scheinenden Steine durch die Bewegung des Wassers aufgelöst haben. Eines Tages in Jahrmillionen werden sie wieder eingeschmolzen und wieder als Steine auf der Erdoberfläche erscheinen. Der Kreislauf beginnt von neuem.“

Bild: "Sonate in Blau Dur" 2009, Color Fotoprint, Auflage 25, Abmessungen 75x50 und 120x80, ©artnori
Diese und weitere Arbeiten entstanden während ihres Stipendium-Aufenthaltes in Kühlungsborn an der Mecklenburgischen Ostseeküste. Das internationale Kunstprojekt „MV inspiriert – Arts at the Baltic Sea“ gibt Künstlern die Möglichkeit, sich von der Region inspirieren zu lassen und die gesammelten Eindrücke in das eigene Kunstschaffen zu integrieren.
Die Arbeiten der teilnehmenden KünstlerInnen aus Deutschland, China und Dänemark waren im Anschluss in der Kunsthalle Kühlungsborn zu sehen. Teile der Ausstellung, unter anderem Arbeiten von Elke Schmalfeld, werden Anfang Juni in der Landesvertretung Berlin gezeigt.
Weiterführende Informationen zu der Kunst der Künstlerin Elke Schmalfeld können Sie im artnori – Kunstportal unter: http://www.artnori.de finden.
Mit wenigen Klicks können Sie im Kunstportal artnori.de die Kunstwerke nach unterschiedlichen Preisen, Bildformaten und Ausführungen wählen und direkt online bestellen. Am schnellsten kommen Sie zu den Kunstwerken, wenn Sie in der http://www.artnori.de Navigation auf „Bildende Kunst“ – Untermenü „Künstler“ -klicken. Ein direkter Link ist nicht möglich, da es sich um einen flash-basierten Webauftritt handelt.
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„Surreale Bildwelten“ von Elke Schmalfeld
 „Surreale Bildwelten“
Ausstellung: vom 18.07.2009 bis 26.07.2009, Tiergärtnertorturm Nürnberg, Am Tiergärtnertor 4, 90403 Nürnberg
Ausstellungseröffnung: 18. Juli 2009, 11:00 Uhr
Öffnungszeiten: Mo.-Fr. von 15 bis 19 Uhr, Sa/So. von 11 – 19 Uhr
Elke Schmalfeld entdeckte schon mit 10 Jahren die Fotografie und experimentierte zunächst mit einer 50er Jahre Box-Kamera und dem Schwarzweiß-Labor ihres Vaters. Später knüpfte sie während eines mehrmonatigen Aufenthaltes in London Kontakte zur dortigen Fotoszene. Mit der Ausbildung zur professionellen Fotografin machte sie ihre Leidenschaft zum Beruf.
Neben der Fotografie sind ihre Liebe zur Malerei und Grafik sowie ihr Zeichentalent permanente Triebfedern für ihr künstlerisches Schaffen. Die Verknüpfung von malerischen Sichtweisen, grafischen Kompositionen und fotografischer Technik machen die Arbeiten von Elke Schmalfeld so einzigartig.