
90 Jahre Bauhaus in Weimar. Im April 1919 wurde von Walter Gropius als Gegenentwurf zu den klassischen Kunstschulen die Bauhauschule gegründet. Als Lehrer konnte Gropius bedeutende Künstler wie Lyonel Feininger, Johannes Itten, Josef Albers, Paul Klee (ab 1921), Wassily Kandinsky (ab 1922) und Oskar Schlemmer (ab 1921) für das Bauhaus gewinnen.
Die Städte Weimar. Dessau, Berlin und New York planen große Ausstellungen zum Bauhausjahr, dessen Ideen zu Architektur, Kunst und Design das 20. Jahrhundert wie keine andere Schule prägten.
Titelbild: Bauhauslampe - Designer: Wilhelm Wagenfeld, WG 24, 1924
Deshalb liegt auch der Schwerpunkt einer Reihe hochwertiger Veranstaltungen auf den bedeutenden Künstlern des Bauhauses: Zur 150 Jahrfeierlichkeiten macht das Kunsthaus Apolda am 11. Januar mit einer Ausstellung über Oskar Schlemmer den Anfang. Das ambitionierte Kunsthaus zeigt ab Mitte September auch Arbeiten von Feininger, der vor allem mit seinen Motiven von kleinen Dorfkirchen im Weimarer Land weltberühmt wurde. Die Kunsthalle Erfurt widmet sich dem Thema „Streit ums Bauhaus“. Zusammen mit der Bauhaus-Universität erarbeitet sie das Ausstellungsprojekt „Kunstlichtspiele – Lichtästhetik der Klassischen Avantgarde“.
Ausstellungen in Weimar:
Quelle: Bauhaus-Museum - Theaterplatz, 99423 Weimar. Das Bauhaus-Museum dient als zentraler Empfangs-, Einführungs- und Informationsort der Ausstellung. Ein begehbares Bild-Panorama und ein Einführungsfilm geben Einblick in die Geschichte der Weimarer Republik und des Bauhauses.
Weiterführende Informationen: http://www.das-bauhaus-kommt.de/ausstellung_orteundthemen.php
Kandinsky-Werke werden in Jena gezeigt. Jena seit der Goethe-Zeit eng mit Weimar verbunden, will mit zwei Projekten punkten: „Das Bauhaus in Jena“ ist der Titel einer Sonderschau mit etwa 150 Bildern, Modellen, Objekten und Fotos. Höhepunkt soll im Herbst 2009 die Sonderschau mit Zeichnungen, Gemälden und Druckgrafiken von Wassily Kandinsky sein. Leihgaben kommen unter anderem aus dem Centre Pompidou in Paris und dem Puschkin-Museum in Moskau.
Weiterführende Informationen unter:
Berlin – Museum für Design und Gestaltung http://www.bauhaus.de/
Weimar – Bauhaus Museum http://www.klassik-stiftung.de/index.php?80&tx_konoestate_pi1[detail]=2
Kommentare
Tel Aviv die größte „Bauhaus-Stadt“ der Welt
Im Juli 2003 erhob die UNESCO das Stadtzentrum von Tel Aviv in den Rang eines Weltkulturerbes. Die israelische Stadt am Meer verfügt – wie hierzulande wenig bekannt – über ein einzigartiges Ensemble von mehr als 4.000 Häusern im Stil des Neuen Bauens, die erst in den letzten Jahren teilweise restauriert wurden.
Quelle: http://www.nextroom.at/publication_text.php?publication_id=13344
Klare Gebäudeformen, Fensterbänder, Flachdächer und Loggien charakterisieren zahlreiche Häuser in Jerusalem und Tel Aviv. Dort entstanden im Verlauf der 30er- und 40er-Jahre rund 1.500 Bauten, die sich an den sozialen, technischen und ästhetischen Vorstellungen der Bauhausbewegung orientierten.
Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren etwa 130 Architekten, die am Bauhaus in Weimar und Dessau, in Berlin, Wien, Brüssel oder Paris bei den Baumeistern der Klassischen Moderne studiert hatten und nach ihrer Flucht vor der nationalsozialistischen Diktatur hier ihre neue Wirkungsstätte fanden.
• Bauhaus: 1919-1933. Reform und Avantgarde (Taschenbuch) von Magdalena Droste (Autor), Peter Gössel (Herausgeber)
• Günther Förg, Photographs [Restexemplar] (Taschenbuch) von Günther Förg (Autor)
Quelle: http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/3775791140/buchundjudenhaga