
Das neue Musée Würth ist ein schlichter Bau aus Beton und Glas. Das Museum steht direkt auf dem Firmengelände der französischen Würth-Filiale in Erstein im Elsass südlich von Straßburg zwischen Dübel und Schrauben.
Auf 800 Quadratmetern sind Werke aus der Sammlung des schwäbischen Unternehmers Reinhold Würth zu sehen.
Am Eröffnungstag am 27.01.2008 kamen 5000 Besucher. Der geschätzte und gefühlte Altersdurchschnitt der Besucher lag bei über 60 Jahren.
Der Besucher wird bereits im Eingangsbereich durch die gewaltige Skulptur „Große Maske“ aus libanesischem Zedernholz von Stephan Balkenhol empfangen. Die Künstler Arp, Baselitz, Boudin, Max Ernst, Hausner, Lichtenstein, Lüpertz, Kirchner, Nolde, Picasso, Uecker u.v.a. runden die Ausstellung ab.
Dieses neue Museum für moderne und zeitgenössische Kunst präsentiert in zwei jährlichen Wechselausstellungen unterschiedliche Aspekte der Sammlung.
Derzeit wird diese Ausstellung bis zum 21.Sep.2008 zu sehen sein.
Neben wichtigen Akzenten im Expressionismus, Surrealismus und im Bereich der geometrischen Abstraktion liegt der Schwerpunkt der Sammlung. Mehr als 10.000 Werke der 70er und 80er Jahre umfasst die Sammlung des schwäbischen Unternehmers Reinhold Würth.
Zeitgenössische Kunst und Künstler ohne Namen der 90er und des neuen Jahrtausends sowie der modernen Fotokunst werden nicht gezeigt.
In seinen eigenen 13 Kunsthallen bestimmt er somit darüber, was in seiner allgemeinen Wahrnehmung als gute Kunst bezeichnet wird und was nicht.
Es ist sehr löblich und begrüßenswert für die Kunst, dass es noch erfolgreiche Unternehmer und Kunstsammler gibt, die ihr Vermögen in Kunstwerke investieren, der Öffentlichkeit zugänglich machen und nicht verzocken!
Kommentare
Was heißt den Visionen?
Wer Visionen hat soll zum Arzt gehen!
Der aussagekräftige Satz "Wer Visionen hat soll zum Arzt gehen", wird Bundeskanzler a. D. Helmut Schmidt wie auch dem Österreichischen Altbundeskanzler Dr. Franz Vranitzky zugeschrieben.
Vielleicht trifft dies auch auf die Kulturszene in Nürnberg zu!
Alles ist im Fluss!
Die öffentlichen Museen wurden eigentlich gegründet, um eine ästhetische Freiheit zu garantieren. Diese neuen Einrichtungen sollten eigentlich nicht der Macht der Herrscher und des Marktes ausgesetzt werden. Die gesellschaftspolitische staatliche Überlegung war relativ einfach; Kunst zu präsentieren ohne irgendwelche Hintergedanken.
Die Finanzierung sollte über Steuergelder, Spender und Sponsoren geregelt werden.
Das war einmal!
Die Ankaufssummen für Kunstwerke der staatlichen Institutionen sind soweit geschrumpft und die Marktpreise von Sammlerkunst derart gestiegen, dass überwiegend alle Museen zwangsläufig auf die einflussreichen Sammler angewiesen sind. Sie haben das Geld, sie haben die Kunst und sie haben die Macht.
Welche Kunstwerke etwas taugen oder welche Ausrichtung ein Museumsleiter in seinem Museum gestalten will auch in Hinblick einer gesellschaftspolitischen Aufgabenstellung werden häufig von privaten Sammler- Dynastien bestimmt.
Kurz ausgedrückt: Alles ist im Fluss, Stillstand ist unerwünscht. Deshalb gelten bleibende Werte auch nichts mehr. Werte müssen täglich, ja stündlich an die Veränderungen angepasst werde.
Kunstliebhaber der älteren Generation freuen sich auf die Veröffentlichung der großen privaten Kunstsammlungen.
Die Mehrzahl der neuen Generation besuchen sowieso kein Museum!
Was ist der Grund – mangelhafte Kunsterziehung in den Schulen?????
Kunstverwaltung
Kultur und Bildungsarbeit in Nürnberg!
Die neuen Pläne der Nürnberger Kulturreferentin Julia Lehner!
Bericht der Nürnberger Nachrichten vom 02.02.2008
Interview: BIRGIT RUF/KATHARINA ERLENWEIN
Planungsziele und Visionen?
500 Jahre „Betende Hände” von Albrecht Dürer
Nürnberg feiert den 500. Geburtstag der berühmten Dürer-Zeichung.
Zum Interview unter: http://www.nn-online.de/artikel.asp?art=764799&kat=48
Ein bisserl Würth, ein bisserl Burda und ein bisserl…wäre schon schön für die Kunstszene in Nürnberg!
Lustige und frohe Faschingsgrüße
tk plus 07
Die Fränkische Galerie - ist das der Lichtblick?
Die Hoffnung stirbt zuletzt...Das zeigt genau die Befindlichkeit der Menschen, die mit Kunst im engen oder weiteren Bereich zu tun haben. Der Kommentar von tk plus 07 spricht allen Kunstschaffenden, die nicht zu dem auserwählten Zirkel der Künstler gehören, die hier in der Region wahrgenommen werden, aus der Seele. Wir brauchen mehr Burda's, die offen und ohne "Tunnelblick" auch neue Innvoationen und Aktivitäten beachten und unterstützen.
Ebenfalls ein herzliches "Helau" und eine gute Portion Galgenhumor
von Monalisa